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RB Leipzig im Viktoria-Pokalcheck

Am Sonntag trifft Viktoria Köln in der ersten DFB-Pokalrunde auf RB Leipzig. Köln.Sport macht den Gegner-Check!
Werner

Stürmischer „Bulle“: Timo Werner gehört zu den ganz gefährlichen „Waffen“ bei RB Leipzig. (Foto: imago/Eibner Europa)

Zurück zu den Wurzeln – so dürfte die Marschroute der „Roten­ Bullen“ vor dem Start in ihre mittlerweile dritte Bundesligasaison lauten. Ralf Rangnick, Sportdirektor, Trainer und starker Mann in einer Person, nennt das so: „Wir wollen zu unserem Weg zurückfinden, zur RB-DNA.“ Diese DNA lässt sich grob überspitzt in zwei Worten zusammenfassen: Pressing – und jede Menge Tempo. „Die Gegner sollen sich vor unserer Art, Fußball zu spielen, wieder fürchten.“

Das taten sie nämlich im vergangenen Jahr nicht mehr. Als die Leipziger vor drei Spielzeiten mit Pauken, Trompeten und den Millionen ihres Sponsors Red Bull die Bundesliga eroberten, wurde dieser von Rangnick geforderte Überfall-Fußball in Perfektion zelebriert, kaum einer Mannschaft fiel etwas ein gegen diese schnellen, unangenehm giftigen Leipziger. In der vergangenen Saison hatten zu viele Gegner das System der „RB-DNA“ entschlüsselt, was den Club die Champions League und Trainer Hasenhüttl den Job kostete.

Wenn jedoch jemand weiß, wie Leipziger Tempofußball auszusehen hat, dann Ralf Rangnick, Macher und Architekt des großen Erfolges. Er soll das Fundament legen für den künftigen Trainer Julian Nagelsmann, der zur nächsten Saison aus Hoffenheim kommt. Allerdings will im Osten niemand etwas von einer „Übergangssaison“ wissen. Zu hoch sind dafür Ansprüche, Qualität und Saisonziele, es soll schleunigst zurückgehen in die „Königsklasse“. Und die Zeichen dafür stehen gut: Bis auf den sicher schwerwiegenden Abgang von Naby Keita zum FC Liverpool konnte der Kader der vergangenen Spielzeiten zusammengehalten und mit ordentlich Talent verstärkt werden. Der „RB-Weg“ eben.

Höhenberg als Startschuss in die Saison

Zusätzlich wurde der Trainerstab der „Roten Bullen“ erweitert. Bis zu elf Betreuer stehen bei einer Einheit mittlerweile auf dem Platz. Der Chef selbst sagt, er habe die Aufgabe an der Seitenlinie nur „mit dem bestmöglichen Trainerstab an der Seite“ übernehmen wollen. Von Red Bull New York kam Jesse Marsch als Co-Trainer, dem in Zukunft auch ein Cheftrainer-Posten zugetraut wird.

Für Timo Werner, Emil Forsberg und Co. ist die Partie in Höhenberg der Startschuss in eine Spielzeit, in der einmal mehr viele Augen auf den Europa-League-Teilnehmer gerichtet sein werden. RB ist gut beraten, die Viktoria ernst zu nehmen, denn bislang kamen sie nie über die zweite Runde hinaus. Vor zwei Spielzeiten mussten die Leipziger sogar in Runde eins gegen Dynamo Dresden die Segel streichen.

Und wenn es Patrick Glöckner und seinem Team gelingt, dem Gegenpressing der Leipziger standzuhalten und die Räume hinter der ersten Angriffslinie zu bespielen, ist sogar ein Taumeln des großen Favoriten möglich – auch wenn das überhaupt nicht zu der vom „Chef-Bullen“ ausgerufenen „RB-DNA“ passen wird. Hochmotiviert dürften die Höhenberger auf jeden Fall sein. Mäzen Franz-Josef Wernze hat angekündigt, der Mannschaft im Falle eines Weiterkommens 180.000 Euro Siegprämie auszuzahlen.

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