Köln.Sport

Probleme für Handball-WM in Köln

Das erste Highlight des Weltsports im Jahr 2019 ist die Handball-Weltmeisterschaft, die vom 10. bis zum 27. Januar in Deutschland und Dänemark ausgetragen wird. Die besten Mannschaften der Welt suchen zum 26. Mal nach ihrem Titelträger, zum ersten Mal findet das Turnier in zwei Ländern statt. Auch Köln ist einer von sechs deutschen Spielorten, hier finden aller Voraussicht nach sogar Spiele der deutschen Mannschaft statt. Ein echtes Highlight für die Stadt und die LANXESS arena, die im Handball große Reputation besitzt, vor allem aufgrund der langfristigen Zusammenarbeit mit dem europäischen Handball-Verband, der das Final Four der Champions League seit Jahren in Köln ausrichtet.

Nun allerdings steht die Weltmeisterschaft 2019 vor einem großen Problem: Die in London ansässige Agentur MP & Silva ist in eine finanzielle Schieflage geraten. Die Agentur hatte im Februar 2018 die Rechte vom Handball-Weltverband IHF für die Weltmeisterschaften von 2019 bis 2025 übernommen. Droht MP & Silva nun aber die Pleite, kann sie mit den Fernsehsendern auch keine Verträge bezüglich der Übertragungsrechte für die WM aushandeln. Ein denkbar schlechtes Szenario für das Großereignis, dann nämlich könnte aufgrund der zeitlichen Knappheit das schlimmste Szenario drohen – eine Handball-WM ohne Übertragungsrechte bei einem deutschen Sender. Noch gibt es dafür nämlich keinen Vertrag. „Uns sind die finanziellen Schwierigkeiten von MP & Silva schon seit gut drei Wochen bekannt“, wird Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbunds, am Freitag im Internetauftritt des Fachmagazins „Handballwoche“ zitiert.

Weiter führte Schober aus, die Situation gut 150 Tage vor dem Auftaktspiel der deutschen Männer gegen Korea sei „mit Blick auf den Spielplan, genauer gesagt die Anwurfzeiten, oder auch mit Blick auf den Ticketverkauf mehr als unbefriedigend.” Schnellstmöglich solle im Fall der Fälle ein neuer Rechtehalter gesucht werden, der dann mit den Sendern die Vertragsverhandlungen starten kann.

Denn auch die Ticketverkäufe gehen dem Vernehmen nach nur schleppend voran, eine Vorfreude auf das Turnier auf deutschem Boden ist bisher kaum zu spüren. Doch nach den neuesten Erkenntnissen ist das erst einmal das geringste Problem, mit dem sich die Organisatoren der Handball-Weltmeisterschaft aktuell zu befassen haben.

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