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Poldis WM-Durchbruch

Deutschland gegen Schweden – das gab es vor fast genau zwölf Jahren schon einmal. Das WM-Achtelfinale 2006 dürfte vor allem Poldi-Fans noch bestens im Gedächtnis sein, denn der „Prinz“ gelang nicht nur ein Doppelpack, sondern auch sein WM-Durchbruch.

Lukas Podolski wurde zum besten jungen Spieler der WM 2006 gewählt. Gegen Schweden gelang ihm mit zwei Toren der Durchbruch. Foto: imago/Norbert Schmidt

Beim Sommermärchen 2006 zeigte die deutsche Nationalmannschaft ein neues Gesicht. Das lag vor allem daran, dass die Mannschaft im Vergleich zur WM vier Jahre zuvor extrem verjüngt worden war. Spieler wie Philipp Lahm, Per Mertesacker, Bastian Schweinsteiger oder Lukas Podolski sollten in den kommenden Jahren eine prägende Rolle im DFB-Team spielen.

Poldi, zu der Zeit gerade einmal 20 Jahre alt, war mit dem FC abgestiegen, sein Wechsel zu Bayern stand bereits fest. Der schussstarke Kölner spielte damals noch nicht auf der Linksaußen-Position, sondern als Sturmpartner von Miroslav Klose. Zwar hatte der kölsche Publikumsliebling schon beim Vorrunden-Spiel gegen Ecuador getroffen, sein WM-Durchbruch schaffte er allerdings erst im Achtelfinale gegen Schweden.

Die Schwedische Mannschaft hatte am letzten Vorrunden-Spieltag den favorisierten Engländern ein 2:2 abgetrotzt. Keine leichte Aufgabe also für die Elf von Jürgen Klinsmann, doch die spielte von Anfang an unbekümmert drauf los. Bereits in der dritten Minute zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz: Nachdem Miro Klose noch am Torwart gescheitert war, konnte Poldi den Nachschuss verwandeln.

Poldi-Doppelpack

Und die Partie ging weiter, wie sie begonnen hatte: In der 7. Minute packte Podolski einen seiner berühmten Distanzschüsse aus, der jedoch über das Tor ging. Nur wenige Minuten später durfte er dann doch sein zweites Tor feiern. Nach Vorlage von Klose verwandelte der damals noch in Köln unter Vertrag stehende Stürmer mit seinem starken Linken. Als dann auch noch der Schwede Teddy Lucic in der 35. Minute mit gelb-rot vom Platz flog, schien das Spiel bereits entschieden.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verursachte Jens Lehmann allerdings durch ein Foul an Henrik Larsson einen Elfmeter. Der Gefoulte wollte selbst schießen, behielt bei der Ausführung allerdings nicht die Nerven und verschoss – der Ball segelte weit über das deutsche Tor. Die letzte Chance für die Schweden, dieses Spiel noch irgendwie zu drehen, war verstrichen.

Die Deutschen erspielten sich noch einige Chancen, scheiterten aber ein ums andere Mal am grandiosen Keeper Isaksson. So blieb es beim 2:0, das für die Schweden am Ende noch schmeichelhaft war. Deutschland war im Viertelfinale, und Lukas Podolski hatte mit seinen Toren nicht nur den Grundstein fürs Weiterkommen sondern auch für seine Wahl zum besten Nachwuchsspieler der WM 2006 gelegt.

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