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Paukenschlag beim 1. FC Köln

Lange hatte sich Armin Veh, Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln, offen gehalten, ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert oder nicht. Nun hat er seine Entscheidung getroffen.

Spätestens im Juni 2020 ist für Armin Veh in Köln Schluss als GF Sport. Kommt sein Nachfolger womöglich schon früher? (imago images / Eduard Bopp)

Armin Veh wird nicht über den Sommer 2020 hinaus für den 1. FC Köln arbeiten. Das gab der Verein heute bekannt. Seinen auslaufenden Vertrag wird der Geschäftsführer Sport folglich nicht verlängern. Als entscheidend für seinen Entschluss nennt der 58-Jährige persönliche Gründe. „Ich stehe seit mehr als 30 Jahren im Profifußball in der ersten Reihe und habe in den Überlegungen und Gesprächen über die Zukunft gespürt, dass ich derzeit nicht über den Sommer hinaus planen und mich auf einen derart verantwortungsvollen Job festlegen möchte“, sagt Armin Veh.

Am 11. Dezember 2017 hatte Veh den Posten beim 1. FC Köln als Nachfolger von Jörg Schmadtke übernommen. Den damals bereits drohenden Abstieg konnte er nicht verhindern, stellte mit Transfers wie dem von Simon Terodde aber die Weichen für den erfolgreichen Wiederaufstieg. Nach gut zweieinhalb Jahren im Amt wird das Kapitel Effzeh im Juni 2020 aber enden – wenn Veh wirklich bis zum Saisonende bleibt und nicht schon vorher von einem Nachfolger beerbt wird.

„Wichtig, für Klarheit zu sorgen“

Veh hatte stets betont, seine Entscheidung über eine Vertragsverlängerung noch dieses Jahr treffen zu wollen. „Der FC ist ein besonderer Club mit tollen Mitarbeitern. Auch deshalb ist es mir wichtig, für Klarheit zu sorgen. Der FC hat nun Planungssicherheit und genügend Zeit, den richtigen Mann für meine Nachfolge zu finden. Ich werde alles tun, damit wir mit dem FC unsere Ziele erreichen. Wir müssen uns jetzt voll auf den Klassenerhalt konzentrieren“, so der GF.

Der Verein bleibt nicht anderes übrig, als die Entscheidung Vehs zu akzeptieren und sich nun auf die Suche nach einem neuen Geschäftsführer Sport zu machen. „Er hat als sportlich Verantwortlicher den FC mit seinem Team 2019 zum direkten Wiederaufstieg geführt und den Kader verstärkt. Wir schätzen es, dass er nicht gepokert oder auf Zeit gespielt, sondern uns frühzeitig und offen über seinen Entschluss informiert hat“, sagt FC-Präsident Werner Wolf.

Horst Heldt als Nachfolger?

Bevor nun die Suche beginnt, stellt er klar: „Unabhängig von der Frage, wer die Position des Sport-Geschäftsführers beim 1. FC Köln künftig übernehmen wird, ist der FC voll handlungsfähig. Wir werden jetzt in Ruhe und vor dem Hintergrund der sportlichen Entwicklung über die weiteren Schritte zur Neubesetzung beraten.“ Als Nachfolger handelt die „Bild“ Bielefelds Samir Arabi (40), Horst Heldt (49), dessen Name schon in den letzten Jahren immer mal wieder fiel, und Thomas Eichin (53).

Während der Abschied von Armin Veh im Sommer 2020 damit besiegelt ist, ist das Schicksal von Trainer Achim Beierlorzer derzeit noch offen. Der FC-Coach steht nach dem Pokalaus und Platz 16 in der Liga vor dem Derby in Düsseldorf gehörig unter Druck.

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