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Paukenschlag am Geißbockheim

Die FC-Vizepräsidenten Markus Ritterbach und Toni Schumacher ziehen sich zurück! Das hat das Duo heute in einem offenen Brief bekannt gegeben. Der Inhalt hat es in sich: Die beiden kündigen an, nicht um einen Verbleib im Vorstand über September hinaus kämpfen zu wollen.
Ritterbach

Toni Schumacher (l.) und Markus Ritterbach möchten keine Kampfkandidatur (Foto: imago images/Herbert Bucco)

„Liebe FC-Mitglieder, liebe Fans, der Mitgliederrat hat entschieden, uns nicht mehr für den Vorstand zu nominieren. Dennoch sind wir nicht amtsmüde und haben in den vergangenen Tagen intensiv darüber nachgedacht, eine Kandidatur für den FC-Vorstand einzureichen.“

So beginnt der offene Brief von Toni Schumacher und Markus Ritterbach an die Anhänger, veröffentlicht auf der Vereinshomepage fc.de. In der Folge schildern sie, zahlreiche Briefe erhalten zu haben, in denen sie zum Weitermachen ermutigt wurden. Diesem Wunsch werden die beiden Vize-Präsidenten allerdings nicht nachkommen.

„Entscheidung ist schwer gefallen“

„Dennoch haben wir uns nach Abwägung aller Argumente entschieden, im September nicht zu kandidieren. Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen“, führen Ritterbach und Schumacher fort. Damit steht fest, es wird keinen Machtkampf um das Vorstands-Gremium geben.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte der Mitgliederrat das Vorstandsteam um Werner Wolf, Eckhard Sauren und Jürgen Sieger nominiert. Daraufhin hatte bereits Wolfgang Bosbach, der mit Schumacher und Ritterbach ins Rennen gegangen war, seinen Rückzug im Kampf um die Präsidentschaft erklärt. Nun zogen die beiden nach. Allerdings nicht ohne einige Spitzen auszuteilen.

Kritik am Verhältnis zum MR 

„Ein neuer Vorstand kann und muss mit neuer Kraft das Verhältnis zum Mitgliederrat wieder versachlichen“, heißt es in dem Schreiben von Ritterbach und Schumacher – eine deutliche Kritik am MR.

Auch der Umgang mit den eigenen Personen wird angeprangert. „Der Hass, das Misstrauen, die Unwahrheiten, die auch in der Kampagne gegen uns in den vergangenen Wochen teilweise zum Ausdruck gekommen sind, würden weitergehen.“ Deutliche Worte, die auch klar machen, dass sich Schumacher und Ritterbach für ihr langjähriges Engagement nicht unbedingt wertgeschätzt fühlen.

Verantwortung für den Club will das Duo bis September weiter übernehmen. Dann aber ist Schluss. Die Liebe zum Verein wird trotz einigen Grolls bleiben, das wird im Brief von Markus Ritterbach und Toni Schumacher deutlich.

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