Köln.Sport

Niedecken geht’s besser

Quelle: imago

BAP-Sänger Wolfgang Niedecken, glühender FC-Fan, ist wieder auf dem Wege der Besserung, wie sein Management mitteilte.

Nach seiner Erkrankung geht es dem BAP – Chef schon besser. Auch wir wünschen schnelle Genesung und hoffen, dass Niedecken bald wieder mit „seinem“ FC fiebern kann.

„Mit Erleichterung können wir mitteilen, dass sich Wolfgang Niedecken auf dem Weg der Besserung befindet“, teilte das BAP-Management gestern mit. Der Kölsch-Rocker war am vergangenen Mittwoch mit einem Notarztwagen in eine Kölner Klinik gebracht worden. Alle anstehenden Termine, inklusive der anstehenden Tournee, wurden verschoben.

Woran der Sänger erkrankt ist, ist bislang unklar. In einem persönlichen Statement bedankte sich der Kölsch-Rocker für „die aufmunternden und tröstenden Worte, die meine Familie und mich in den letzten Tagen erreicht und uns viel Kraft gegeben haben“.

Auch Köln.Sport wünscht Wolfgang Niedecken von ganzem Herzen weiter gute Besserung. Und hofft, ihn bald wieder im RheinEnergieStadion zu treffen. Auf seinem Stammplatz in unmittelbarer Nähe zur Presse, von wo er stets so leidenschaftlich mit „seinem“ FC fiebert.

Erst vor wenigen Wochen hatte Köln.Sport ein Interview mit Wolfgang Niedecken (erschienen in Ausgabe 07/2011) geführt. Einziges Thema dabei: seine Leidenschaft für den 1. FC Köln. Lesen Sie hier Teil 1 des Gesprächs:

Herr Niedecken, Ihre Leidenschaft für den 1. FC Köln ist auch auf dem neuen BAP-Album „Halv su wild“ ein Thema. Wie kam es dazu?

Der Song „Woröm dunn ich mir dat eijentlich ahn“ handelt nicht nur von Fans des 1. FC Köln, sondern da finden sich so manche Anhänger von Fußballvereinen wieder. Die Idee dazu entstand nach der 0:4-Heimniederlage gegen Hoffenheim (Saison 2009/10, d. Red.), da stellte sich zum wiederholten Mal diese Frage.

Und wie lautet die Antwort?

Die Auflösung kommt im Song: „Jung, et jitt drei Saache, die söök sich keiner uss: Vatter un Mutter un – wat willste maache –, dä Club, mit dem man leiden muss.“ Das mit dem Aussuchen ist natürlich im übertragenen Sinne gemeint. Denn irgendwann hat man sich ja dazu entschieden, auch leiden zu wollen.

Es hat Zweitliga-Jahre beim FC gegeben, wo es dann auch noch schlecht aussah und ich mir die Frage auch mal gestellt habe: Wie leidensfähig bin ich eigentlich, wie lange wird dieser Magnetismus noch anhalten? Aber kaum ist Spieltag, geht die Telefonkette wieder los: Küste mit? Jonn mer? Und dann: Klar, jonn mer!

Köln.Sport-Redaktionsleiter Frank Schwantes im Gespräch mit BAP-Bandleader Wolfgang Niedecken

Sie haben Ihren Stammplatz auf der Ehrentribüne im RheinEnergieStadion. Werden Sie eingeladen vom FC?

Nein, ich bin sehr gut mit Manfred Hell von „Jack Wolfskin“ befreundet, der hat eine ganze Sitzreihe im Stadion. Es gibt keine feste Abmachung, aber in der Regel sind davon vier Plätze den Niedeckens.

Wie Ihre Leidenschaft für den 1. FC Köln entstanden ist?

Ich habe als Kind im Wohnzimmer gesessen und mit meinen Matchbox-Autos gespielt. Im Radio liefen Übertragungen von FC- oder Länderspielen. Der Name Hans Schäfer fiel dabei immer, deshalb war er ein Kindheitsheld für mich.

In den Jahren danach, als etwa die WM in England war, wurde Wolfgang Weber mein großes Idol. Das hat angehalten bis in die 80er Jahre, ehe dann eine kleine Delle in meinem „Fußballer-Leben“ kam. Damals hatten wir mit BAP so viele Auftritte, dass ich samstags einfach nicht mehr ins Stadion konnte.

Erlosch die Begeisterung?

Wenn du selbst nicht mehr ins Stadion gehst, die Atmosphäre nicht mehr sinnlich erfährst, geht etwas verloren. Wenn du dann am Sonntag oder Montag fragen musst: Und, wie hat der FC gespielt?, dann lebst du das schon nicht mehr so mit.

Wieso das Spiel im Stadion so sehr fasziniert, ist ein sehr interessanter Aspekt. Ich glaube, man will auch mal seine zwei Stunden sich für etwas vollkommen Unvernünftiges emotional begeistern. Man will auch mal unreflektiert abdrehen, schimpft und flucht wie ein Rohrspatz.

Und kaum ist man wieder zu Hause, denkt man sich: Was hab ich da eigentlich erzählt, das bin ich doch gar nicht? Aber irgendwie ist das reinigend, hat etwas Katharsisches.

Teil 2 des großen Köln.Sport-Interviews mit Wolfgang Niedecken lesen sie heute auf koelnsport.de!

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