Köln.Sport

Nicht mehr zeitgemäß?

Basketball-Bundesligist ALBA Berlin wird künftig auf die Dienste seiner Cheerleader verzichten. Die Reaktionen könnten unterschiedlicher kaum sein. Bei den RheinStars Köln hat man wenig Verständnis für die Entscheidung.

Sind Cheerleader heutzutage noch zeitgemäß? Diese Frage beantwortete Alba Berlin für sich heute mit „Nein“ (Foto: imago images / Mario Stiehl)

Keine Cheerleader mehr bei Heimspielen von Basketball-Bundesligist Alba Berlin! Diese Entscheidung verkündete der deutsche Vize-Meister auf seiner offiziellen Vereinswebseite. Marco Baldi, Geschäftsführer des Hauptstadtclubs, begründet das so: „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents nicht mehr in unsere Zeit passt.“

Die Albatrosse wollen mit dieser Maßnahme folglich für mehr Gleichberechtigung sorgen. Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass Frauen nur für die Pausenunterhaltung zuständig sind, während Männer Basketball spielen. Eine Entscheidung, die in den sozialen Medien polarisiert.

Netz reagiert unterschiedlich

„Das Beste, was sie machen konnten. Im Prinzip werden die Frauen doch lediglich als Objekte betrachtet und sexualisiert“, schreibt ein User auf Facebook. „Meines Erachtens, ist Cheerleading Sport… Also reduziert Alba die Cheerleader selbst auf das Bild des ‚attraktiven Pausenfüller‘“, hält ein anderer Nutzer dagegen. Eine ähnliche Meinung vertritt man auch bei den RheinStars Köln.

„Bei uns füllen ja die jungen Männer die Zeiten zwischen den Pausen – und wir haben ein wunderbares Tanzteam, die United Cheerstars – und das wird sicher auch alles so bleiben. Niemand ist bei uns Pausenfüller, sondern genauso Teil eines attraktiven Basketball-Erlebnisses wie die Mannschaften, die Zuschauer, Gewinnspiele, Musik und Moderation. Vielleicht hat Berlin nichts mit Tanzen am Hut, aber in einer Stadt wie Köln über das Abschaffen von Tanzeinlagen zu sinnieren wäre schon ein abenteuerlicher Ansatz bei all den Tanzkorps – ob nun weiblich oder männlich“, sagt RheinStars-Medienleiter Jens Koralewski auf Köln.Sport-Nachfrage.

Am Samstag, den 28. September, bestreitet die Männermannschaft der Albatrosse übrigens ihr erstes offizielles Pflichtspiel der Saison. Die Mannschaft von Headcoach Aito Garcia empfängt im Rahmen des Achtelfinales des easycredit BBL Pokals die s.Oliver aus Würzburg. Dann erstmalig ohne die ALBA Dancers.

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