Köln.Sport

Neues aus der Innenverteidigung

Zwei Innenverteidiger des 1. FC Köln bestimmen am Mittwoch die Kölner Schlagzeilen, der eine aus einem erfreulichen, der andere eher aus einem unglücklichen Grund.
FC

Bleibt wohl bis 2023 in Köln: Jorge Meré, hier im Duell mit Serhou Guirassy. (Foto: imago/Herbert Bucco)

Es war eine der spannendsten Fragen vor dem Saisonstart: Wer bildet in der kommenden Spielzeit das Innenverteidiger-Duo für die Mission Wiederaufstieg? Nachdem Jorge Meré zum Auftakt den Vorzug erhielt, hat sich in den vergangenen Partien Lasse Sobiech an der Seite des unter Anfang immer gesetzten Rafael Czichos festgespielt. Nun muss der vom FC St. Pauli gekommene Zwei-Meter-Mann unfreiwillig pausieren: Beim Training am Freitag brach er sich den großen Zeh und wird heute operiert. Ein Mitspieler war ihm unglücklich auf den Fuß getreten.

Umso bemerkenswerter, dass Sobiech am Montag bei der Heimniederlage gegen den MSV Duisburg 90 Minuten durchspielte, mit starken Grätschen teilweise in höchster Not rettete und zu den wenigen guten Kölnern gehörte. Nun muss er in den nächsten Wochen zusehen, wie seine Kollegen versuchen, den Platz an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga zu verteidigen. Die Ausfallzeit des Verteidigers könnte mehrere Wochen, auch Monate betragen.

Meré bleibt wohl

Doch es gibt nicht nur unschöne Nachrichten vom Geißbockheim zu vermelden. Jorge Meré, der im Sommer nach dem Abstieg noch auf Vereinssuche war und den FC verlassen wollte, wird Medienberichten zufolge seinen Kontrakt bis 2023 verlängern. Es wäre ein echter Coup für den FC, bei dem der spanische U-Nationalspieler ein wichtiges Puzzleteil für die Zukunft sein soll – obwohl er aktuell mit einem Bankplatz Vorlieb nehmen muss. Er sollte Sobiech‘ Verletzung nutzen, wieder enger an die erste Mannschaft heranzurücken, dürfte gegen Kiel definitiv von Beginn an auflaufen.

Die Verlängerung soll bereits heute Abend auf der offiziellen Mitgliederversammlung (ab 18.30 Uhr) verkündet werden. Es könnte zumindest zu Beginn der Veranstaltung die Stimmung etwas auflockern, ansonsten wird jedoch ein durchaus brisanter Abend erwartet. Unter anderem wird der Mitgliederrat neu gewählt, und die FC-Bosse werden sich zum Abstieg in der Vorsaison äußern.

 

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