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Meniskusriss – Diagnose und Therapie

Der Innen- und Außenmeniskus sorgen für Stabilität im Knie. Doch der Stoßdämpfer im Knie ist anfällig für Verletzungen. Eine fachgerechte Behandlung sollte schnell erfolgen, sonst drohen Folgeschäden.

Das Team der Abteilung für Sportorthopädie und Arthroskopie am Eduardus-Krankenhaus (Foto: Eduardus Krankenhaus)

Das Knie ist eines der komplexesten Gebilde des menschlichen Körpers. Dank der Kreuzbänder sowie dem Innen- und Außenmeniskus, den elastischen Scheiben aus Knorpel, die sich zwischen den Gelenkflächen des Ober- und Unterschenkelknochens befinden, kann sich der Mensch stabil und sicher bewegen.

Doch insbesondere bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln kann eine falsche Bewegung ausreichen und die Stabilität im Knie ist dahin – Diagnose Meniskusriss. Eine schnelle Behandlung ist extrem wichtig, da sonst eine Arthrose als Folgeschaden droht.

„Wir diagnostizieren vor allem bei jungen Menschen, die das Kniegelenk durch Sport stark beanspruchen, häufig einen Teil- oder vollständigen Riss des Meniskus“, sagt Dr. Christoph Bruhns, Chefarzt der Abteilung Sportorthopädie und Arthroskopie am Eduardus-Krankenhaus. Welche Behandlung Sinn macht, hängt wesentlich von der Lage und der Art eines Risses ab. Aufschluss über die Schwere der Meniskus- und mögliche Begleitschäden gibt zunächst eine Kernspin-Untersuchung (MRT).

„Basisnahe Risse in der gut durchbluteten, sprich kapselnahen Zone, sind gut nähbar. Risse in der sogenannten „weißen Zone“ hingegen nicht“, sagt Dr. Christoph Bruhns. Eine konservative Behandlung macht bei Unterflächenrissen Sinn, solange diese nicht symptomatisch werden.

Der Trend aber geht zu meniskuserhaltenden Operationen, bei denen genäht und somit die stoßdämpfenden Eigenschaften des Meniskus wiederhergestellt werden.

Minimalinvasiver Eingriff

Meniskusoperationen werden ausschließlich minmalinvasiv durchgeführt. Bei einer Glättung, auch Teilresektion genannt, dauert die Reha-Phase maximal acht Wochen. Wird der Meniskus genäht, verlängert sich die Nachbehandlungszeit um mehrere Wochen.

„Viele Patienten unterschätzen die Notwendigkeit einer intensiven Reha. Dabei ist die postoperative Nachbehandlung für Erfolg einer Meniskus-OP genau so wichtig wie die Maßnahme selbst, so der Chefarzt der Abteilung Sportorthopädie und Arthroskopie am Eduardus-Krankenhaus. Er und sein Team sind auf arthroskopische Eingriffe spezialisiert.

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