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Ligafrust nach Pokaleuphorie

Im rheinischen Derby gegen Bayer Leverkusen kann der 1. FC Köln eine 1:0-Führung nicht in Zählbares ummünzen. In der Bundesliga warten die Domstädter nach zehn Spielen immer noch auf den ersten „Dreier“.
Ligafrust

Im rheinischen Derby gab es für den Effzeh nichts zu holen. Trotz Führung verloren die Kölner mit 1:2. (Foto: imago/Sven Simon)

45 Minuten waren in der BayArena gespielt, als sich der geneigte FC-Fan schon das Ende einer sportlich fast perfekten Woche erträumte. Nur vier Tage nach dem überzeugenden Sieg in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Hertha BSC Berlin, schien ein weiterer Erfolg gegen Leverkusen zum Greifen nahe. Serouh Guirassy hatte in der 23. Minute die etwas glückliche Führung der „Geißböcke“ besorgt. Nach einem langen Einwurf von dem als Rechsverteidiger aufgebotenen Frederik Sörensen, setzte sich der Franzose im Strafraum stark durch, und wuselte den Ball unorthodox per Drehschuss aus kurzer Distanz in Netz.

Während der Jubel nach seinem ersten Bundesliga-Treffer beim Torschützen selbst eher ruhig ausfiel, feierten die mitgereisten Kölner im Gästeblock frenetisch. Doch die Hoffnungen, dass am 10. Spieltag auch endlich in der Liga der Knoten platzt, fanden in den zweiten 45 Minuten ein jähes Ende. Der Effzeh, in der ersten Halbzeit gut organisiert und wenig zulassend, geriet zunehmend unter Druck. Während Kevin Volland eine erste Möglichkeit per Volleyschuss vergab (51.), blieb Youngster Leon Bailey drei Minuten später eiskalt. Nach sehenswerter Kombination umkurvte der freigespielte Flügelflitzer den chancenlosen Timo Horn und schob ein (54.).

Bender mit dem Dolchstoß

Die Werkself gab sich mit dem Unentschieden jedoch nicht zufrieden und wollte mehr. Bailey (65.) und Brandt (67.) scheiterten aber zunächst am starken Horn, ehe dem Effzeh in der 74. Minute eine Standardsituation zum Verhängnis wurde. Jonathan Tah verlängerte eine Ecke per Kopf zu Sven Bender, der aus der Drehung unhaltbar ins rechte Eck vollendete (2:1, 74.).

Peter Stöger reagierte auf den Rückstand und brachte mit Milos Jojic für Matthias Lehmann etwas mehr Kreativität ins Mittelfeld. Doch trotz allen Bemühens kam seine Mannschaft kaum einmal in Schlagdistanz. So standen die Kölner am Ende trotz Pausenführung mit leeren Händen da. Die Domstädter haben nun zwei Heimspielen die Chance, in verschiedenen Wettbewerben eine Trendwende herbeizuführen. Am Donnerstag (21.05 Uhr) geht es in der Europa League gegen BATE Borisov, am Sonntag (15.30 Uhr) kommt Hoffenheim ins RheinEnergieStadion.

Aufstellung: T. Horn – Sörensen, Maroh (46. Klünter), Heintz , J. Horn – M. Lehmann (77. Jojic), Özcan – Osako (64. Handwerker), Bittencourt – Guirassy, Zoller

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