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Krokodile ohne Biss

Nach dem Erreichen der Playoffs 2018, wollten die Cologne Crocodiles in diesem Jahr noch einen drauf legen. Dafür wurden Kader und Trainerteam gründlich aufgerüstet – nun aber herrscht Ernüchterung.

Schmerzhafte Erfahrung: Erstmals seit dem Neustart in der
4. Liga konnten die Crocodiles ihr Saisonziel nicht erreichen (Foto: imago images / Beautiful Sports)

Die NFL-Saison hat gerade erst begonnen, die German Football League (GFL) hingegen ist bereits lange gelaufen. Jedenfalls für die Kölner Footballer der Cologne Crocodiles, die den German Bowl (12.10.) sowie die gesamten Playoffs von der eigenen Couch verfolgen mussten. Nach einem durchwachsenen Saisonstart beendete das Team von Headcoach Patrick Köpper die Spielzeit in der GFL Nord auf dem fünften Platz – und verpasste die Endrunde damit denkbar knapp.

Dabei wollten die Kölner nach der sensationellen Playoff-Teilnahme 2018 dieses Jahr eigentlich nach Höherem streben und im Optimalfall sogar die Favoriten im Kampf um die Meisterschaft ärgern.

Zur Erinnerung: Der letzte Triumph der Domstädter datiert aus dem Jahr 2000. Um 19 Jahre später wieder anzugreifen, investierten die Crocodiles deswegen in den Kader. Doch die 30 Neuzugänge, darunter Top-Runningback Colby Goodwyn und Wide Receiver Chris Genau, brachten nicht den erhofften Einfluss.

Aderlass im Kader

„Die Integration ist uns bei einem Großteil der Spieler hervorragend gelungen, einige Spieler kamen aber, mit der für sie ungewohnten Rolle, des Ergänzungsspieler nicht zurecht, und haben leider frühzeitig hingeworfen“, erklärt Patrick Köpper.

Er weiß, dass neben dem großen Verletzungspech wichtiger Akteure auch der Hik-Hak auf der Spielmacher-Position ein Grund fürs Scheitern war. „Unser Hauptproblem war sicherlich die permanent wechselnde Situation auf der Position des Quaterbacks“, so der Trainer.

Zurück in die Erfolgsspur

Insgesamt vier Spielmacher kamen bei den Crocodiles zum Einsatz, wirklich eingespielt war die Offensive dadurch erst zum Ende der Saison – zu spät, um noch an der Konkurrenz vorbei zu ziehen. Für den Patrick Köpper war es dennoch eine lehrreiche Saison, auf der er aufbauen möchte.

Vor allem die Moral seiner Jungs beeindruckt „Coach K“, der in seinem Saisonfazit aber auch deutliche Kritik ausübt: „Unsere Trainingsbedingungen sind gelinde gesagt eine Katastrophe. Wir müssen als Bundesligist auf einem Rasen trainieren, der von der Stadt Köln weder gepflegt, geschweige denn gewässert wird. Zur Mitte einer Saison, ist der Platz eine sandige Betonwüste, die uns auch dieses Jahr wieder einige Verletze gekostet hat.“

Köpper hofft in dieser Hinsicht zukünftig auf mehr Unterstützung. Dann, so ist er sich sicher, sind die Kölner in der Lage, schon im nächsten wieder vorne anzugreifen.

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