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KEC: Aufbäumen kam zu spät

Das DEL Winter Game 2019 im Rheinenergiestadion sollte ein Eishockeymärchen für die Kölner Haie werden. Allerdings zeigte sich der KEC vor allem in den ersten zwei Dritteln zahnlos und unterlag dem großen rheinischen Rivalen Düsseldorfer EG mit 2:3 nach Verlängerung.
Wintergame

Die Szenerie stimmte aus Kölner Sicht beim Wintergame, das Ergebnis eher weniger. (Foto: imago/Nordphoto)

Über 47.000 Eishockeyfans trotzten am Samstag Regen und Wind und pilgerten nach Köln-Müngersdorf. Die „Mutter aller Derbys“ stand bevor. Die Kölner Südkurve begleitete den Einlauf der Teams mit einer beeindruckenden Choreografie, die die Wichtigkeit des Spiels nochmal unterstrich. Doch die Haie erwischten einen denkbar schlechten Start, lagen bereits nach 46 Sekunden mit 0:1 hinten. Ausgerechnet Ex-KEC-Star Philip Gogulla brachte die DEG in Führung.

Der Stimmung im Stadion brachte der Gegentreffer keinen Abbruch. Die Fans, die bereits vor dem ersten Bully von der Band Brings eingeheizt wurden, unterstützten die Haie lautstark. Dennoch fand die Mannschaft nur schwer ins Spiel und konnte sich kaum klare Torchancen erspielen. Auch die, durch den vielen Regen, schlechten Eisverhältnisse führten zu ungewohnt vielen Fehlern auf beiden Seiten.

Schütz sorgt für Verlängerung

Im zweiten Drittel legte die DEG nach, erneut traf Gogulla und erzielte sein 20. Saisontor. Erst im Schlussdrittel bekamen auch die Haiefans Grund zum Jubeln. Colby Genoway erzielte knapp 16 Minuten vor Ende den Anschlusstreffer, der den Haien nochmal Aufwind gab. Der KEC kämpfte nun verbissen um den Ausgleich und wurde in der 59. Minute für die Schlussoffensive belohnt. Felix Schütz erzielte das 2:2 und schickte die Derbyrivalen somit in die Verlängerung.

In der Overtime hatten die Haie die große Chance auf den Sieg. Sebastian Uvira scheiterte jedoch nach einem Konter an DEG-Goalie Mathias Niederberger. Im Gegenzug sorgten die Düsseldorfer für die Entscheidung. John Henrion erzielte in der 63. Minute den Siegtreffer für die Landeshauptstädter.

„Das war von uns in den ersten 40 Minuten ein bisschen Krampf“, sagte Haie-Kapitän Moritz Müller dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Es tut schon weh, immer so knapp gegen Düsseldorf zu verlieren. Für uns Spieler, und ich hoffe auch für die Fans, war es trotzdem ein atemraubendes Erlebnis.“

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