Guido Gerlach
Guido Gerlach berichtet über aktuelle Entwicklungen und Ereignisse aus den Landesligen rund um Köln.
Ein altes Sprichwort besagt, dass alles Gute von oben kommen soll. Im Fall der Landesligisten hätte dies zumindest für die Zweitplatzierten weitreichende Konsequenzen, weil dann die Anzahl der aufstiegsberechtigten Mannschaften reduziert würde.
In der Staffel 1 der Landesliga marschiert wie bereits in der Hinrunde die SG Worringen Richtung Aufstieg. Bereits 7 Punkte beträgt der Vorsprung auf die Verfolger SV Schlebusch und VfL Leverkusen. Wenn sich die Worringer nicht wie in der Hinserie eine Schwächephase erlauben steht der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Mittelrheinliga nichts mehr im Wege. Fraglich ist nur, ob und wer die SG in die höchste Verbandsspielklasse begleitet. In der Staffel 2 hat Borussia Lindenthal-Hohenlind bei 4 Punkten Rückstand noch Chancen ganz oben mitzumischen und Platz 2 zu ergattern. Und genau hier kommen Zweitligist Alemannia Aachen und NRW-Ligist Bergisch Gladbach ins Spiel.
Szenario 1 (gut für die Landesliga):
Zweitligist Alemannia Aachen wird 16. und erreicht über die Relegation den Klassenerhalt in der zweiten Liga. Die zweite Mannschaft der Alemannia (NRW-Liga) und SV Bergisch Gladbach 09 qualifizieren sich für die Relegation zur Regionalliga und schaffen diese. In diesem Fall würden aus beiden Landesligen (Staffel 1 und 2) auch die jeweils Zweitplatzierten aufsteigen.
Szenario 2 (schlecht für die Landesliga):
Sollte Alemannia I den bitteren Gang in die dritte Liga antreten, dürfte NRW-Ligist Alemannia Aachen II nicht an den Relegationsspielen zur Regionalliga teilnehmen. Momentan befindet sich Bergisch Gladbach in der NRW-Liga auf dem 8. Platz, der zur Teilnahme an den Relegationsspielen berechtigen würde. Sollten die Gladbacher in den Relegationsspielen scheitern würden nur die beiden Landesliga-Meister aufsteigen.
Szenario 3 (Medium):
Sollte eine der beiden genannten Mannschaften aufsteigen könnte der quotientenbessere Landesliga-Zweite (Punkte:Spiele) in die Mittelrheinliga aufsteigen.
Alles sehr kompliziert und verwirrend. Deshalb kann an dieser Stelle auch keine Gewähr für die Angaben gegeben werden. Eins ist aber sicher:
Das Saison-Finale verspricht überall spanndend zu werden!
Wenn die Alemannia und Berg. Gladbach mitspielen.....
Als einziger Kölner Vertreter in der Staffel 2 der Landesliga beendete der SC Borussia Lindenthal-Hohenlind die Hinserie auf einem guten 7.Tabellenplatz. Gut gestartet ist die Truppe aus dem Kölner Westen, ließ jedoch im Verlauf der Hinrunde etwas nach. Lag es etwa am parallel stattgefundenen Pokalwettbewerb? Die Borussia schaffte es im Kreispokal bis ins Finale, unterlag dort jedoch Deutz 05 knapp im Elfmeterschießen. Im FVM-Pokal flog die Elf von Trainer Oliver Heitmann erst im Viertelfinale gegen den NRW-Ligisten SV Bergisch Gladbach 09 aus dem Wettbewerb.
Alles in allem also eine beachtliche Leistung in der Hinrunde. Aber es gibt noch viel Luft nach oben. Wenn die Mannschaft nun konstant weiter arbeitet ist vielleicht sogar noch der Sprung nach ganz oben möglich, zumal der Rückstand zur Tabellenspitze aktuell nur 6 Punkte beträgt. Und die Doppelbelastung des Pokalwettbewerbs hat man jetzt ja auch nicht mehr. Im ersten Rückrundenspiel gewann Lindenthal in Wenau mit 4:0. War dies der Startschuss zur Aufholjagd der "Studententruppe"? Für Spannung ist sicherlich gesorgt...
Die Hinrunde in der Landesliga ist gespielt- und an der Spitze steht ein Team, welches keiner so recht auf der Rechnung hatte. Der zum Fußballkreis Köln gehörende SV Schlebusch führt das Tableau der Liga an. Aber auch die anderen Teams aus dem Kreis müssen sich nicht verstecken. Lange führte die SG Worringen (2.) die Tabelle an, der VfL Leverkusen (5.) ist offenbar in der Liga angekommen, Aufsteiger Deutz 05 (11.) befindet sich nicht auf einem Abstiegsplatz und auch der FC Pesch (14.) hat noch alle Chancen auf einen Verbleib in der Spielklasse.
Alles in allem also eine halbwegs erfolgreiche Hinrunde der Teams. So viel zum Sportlichen.
Ein anderes Thema sollte jedoch ALLE ein wenig zum Nachdenken anregen. Die zunehmende Gewalt im Fußball ist beängstigend und betrifft insbesondere die Schiedsrichter. Sowohl der Fußballverband Mittelrhein als auch verschiedene Medien, wie z. B. der Kölner Stadt Anzeiger haben sich erst kürzlich mit der Thematik beschäftigt.
Aber was hat dies nun hier im Landesliga-Blog zu suchen?
Generell kann man eine zunehmende Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft feststellen. „Unser“ Fußball ist dabei nur ein Ventil, bei dem soziale Spannungen gelöst werden.
Grundsätzlich gilt, dass alle Seniorenspieler, egal ob in der Bundesliga oder im Amateurbereich eine Vorbildfunktion haben. Die vielen Jugendspieler beobachten bei den Spielen nicht nur die positiven Dinge sondern auch die negativen.
Sicherlich sind aus der Landesliga kaum Vorfälle in der jüngsten Vergangenheit berichtet worden, aber man sollte bereits bei den kleinen Dingen anfangen.
Muss jede Entscheidung der Schiedsrichter kritisiert werden? Muss man bei jeder Berührung des Gegners einen Todesschrei ausstoßen? Müssen die Gegenspieler permanent mit Toilettenparolen beleidigt werden?
Vielleicht denkt über die bevorstehenden Feiertage jeder einmal darüber nach, denn jedes Problem sollte von unten nach oben bekämpft werden.
In diesem Sinne freuen wir uns auf ein friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest und eine tolle Rückrunde in der Landesliga.
Wir schreiben das Jahr 2009. Bei der SG Worringen fließen keine Gelder mehr, die Sponsoren mussten aufgrund der beginnenden Finanzkrise die Geldhähne zudrehen. Folge war der Zwangsabstieg der Fußballer aus der Landesliga in die Bezirksliga, die sie jedoch bereits nach einem Jahr wieder verlassen konnten. Es wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet, welches nach 2 Jahren Unsicherheit über die Zukunft des Gesamtvereins erst im September 2011 aufgehoben werden konnte.
Und siehe da-auch sportlich gesehen könnte es für die erste Seniorenmannschaft des Vereins in der laufenden Saison nicht besser laufen. In der Landesliga thront die Elf von Trainer Ali Meybodi nach 9 Spielen an der Tabellenspitze. Dieser Weg wird sicher von vielen Insidern als überraschend empfunden, weil eigentlich bedingt durch das Insolvenzverfahren keine erheblichen Gelder in die Mannschaft gesteckt werden konnten. Trotzdem wurden zur neuen Saison 7 zum Teil hochkarätige Neuverplichtungen gemeldet.
Naja, die Saison ist noch lang und niemand kann zum jetzigen Zeitpunkt abschätzen, ob die Worringer einen möglichen Aufstieg in die Mittelrheinliga überhaupt finanziell stemmen könnten. Die Verantwortlichen des Vereins stehen bestimmt vor spannenden und arbeitsreichen Monaten.
Man kann ihnen dabei nur ein glückliches Händchen wünschen. Denn manchmal ist bekannterweise weniger mehr und Erfolge wecken immer Begehrlichkeiten.
Jetzt beginnt sie also, die von vielen aktiven Fußballern so gehasste kalte und nasse Jahreszeit. Es hat sogar schon erste Spielausfälle in der Landesliga gegeben. Glaubt man den Prognosen einiger Meteorologen werden noch viele Ausfälle folgen. Woran liegt´s???
Sicher, die meisten Clubs aus den Landesligen verfügen mittlerweile über einen nahezu witterungsunabhängigen Kunstrasenplatz. Lediglich zwei Vereine aus der Staffel 1 (SV Deutz 05 und FC Pesch) müssen sich noch mit Aschenplätzen begnügen. Allerdings sollen in beiden Fällen schon in Kürze die Bagger anrücken, um auch diese Platzanlagen umzubauen.
Nach der Prioritätenliste der Stadt Köln sollen in den nächsten Jahren noch weitere Sportanlagen folgen. Es bleibt zu hoffen, dass die finanzielle Misslage der Stadt weitere Investitionen zulässt. Aber kommt das für einige Vereine nicht viel zu spät???
Längst haben sich viele Kinder und Jugendliche den Vereinen angeschlossen, die bereits über einen Kunstrasenplatz verfügen. Aus den nördlichen Kölner Stadtteilen beispielsweise haben sich viele Jugendspieler Richtung Leverkusen und Bergisch Gladbach orientiert, da dort bereits seit vielen Jahren Kunstrasenplätze existieren. Dieser Mitglieder- aber auch Qualitätslücke werden die zumeist kleinen Kölner Vereine noch lange nachweinen. Und dies wiederum hat zum Teil auch erhebliche Auswirkungen auf den Spielbetrieb der Senioren, da eine eigene Talentförderung nur schwer aufzubauen ist.
Kunstrasenkritiker werden möglicherweise dagegenhalten, dass die heutige Jugend zu verwöhnt ist, aber der heutige Stand lässt sich nun mal nicht mehr zurückdrehen. Und das ist, nicht nur zum Schutz vor Verletzungen, gut so.
Wahrscheinlich wird erst dann wieder Chancengleichheit herrschen, wenn alle Platzanlagen in künstlichem Grün erstrahlen.
Dann kann möglicherweise auch eine Landesliga fast ohne Spielausfälle auskommen.
Nicht nur die Leverkusener Werkself-Profis befinden sich momentan in einer Krise. Auch die ehemalige zweite Kraft im Leverkusener Fußball, der VfL Leverkusen hat große Schwierigkeiten in der Landesliga. Spielte man in der vergangenen Saison noch in der Mittelrheinliga, finden sich die Brunetto-Schützlinge aktuell auf einem Abstiegsplatz in der Landesliga wieder.
Ok, es sind erst 5 Spieltag um, aber solange die Situation von den Verantwortlichen nur mit Hinhalteparolen und Ausreden analysiert wird droht dem Mittelrheinmeister von 2008 ein ähnliches Schicksal wie Arminia Bielefeld in der 3. Liga.
Über die Gründe kann man nur mutmaßen. Nach dem Abstieg war eine personelle Umstrukturierung unausweichlich. 12 neue Spieler musten in die Mannschaft eingebaut werden. Es scheint so, als würden einige Spieler die neue Liga nicht ernst nehmen.
Wenn sie nicht durchgereicht werden wollen ist ein schnelles Umdenken dringend erforderlich. Ein erstes Zeichen setzte Trainer Brunetto, indem er erkannte, dass bei der Niederlage in Bergisch Gladbach II in seiner Mannschaft "kein Leben war". Möglicherweise dachte er bei der Aussage an das Knittler-Zitat: "Leben heißt arbeiten und kämpfen."
Hallo zusammen, willkommen in meinem ersten Blog über die Landesliga 1 des Fußballverbandes Mittelrhein. Der Kreis Köln (5) stellt in der Saison 2011/2012 nach dem Kreis Bonn (6) die meisten Mannschaften in der Liga. Im Einzelnen sind das die SG Köln-Worringen, der SV Schlebusch, die Sportvereinigung Deutz 05, der VfL Leverkusen und der FC Pesch.
Nach den bisher gespielten 4 Spieltagen in der Landesliga haben noch 3 Teams (Worringen, Siegburg und Merten) eine "weiße Weste". Die vemeintlichen Favoriten (VfL Leverkusen, Bonner SC) sind nur schwer aus den Startlöchern gekommen.
Die Mannschaften aus unserem Kreis sind sehr unterschiedlich gestartet. Die SG Worringen führt derzeit beeindruckend das Feld an, der SV Schlebusch befindet sich auf einem guten 4. Rang. Deutz, Leverkusen und Pesch liegen hintereinander auf den Plätzen 12, 13 und 14. Im Falle des VfL Leverkusen rechnen sicher nicht nur Fachleute damit, dass sie sich schon fangen werden. Schließlich war die Elf von Trainer Brunotte als Absteiger aus der Mittelrheinliga logischerweise ein Aufstiegskandidat. Man weiß aber auch: Je länger eine Mannschaft da unten herumdümpelt, umso schwerer wird es, den Anschluss wieder herzustellen.
Für Spannung ist also sicherlich in den nächsten Monaten gesorgt.
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Frank Schwantes
Der Köln.Sport-Redaktionsleiter bloggt zu allen Themen des Kölner Amateur- und Profisports. Schwerpunkte: Fußball und Boxen.Neueste Blogs
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Der Köln.Sport-Redakteur bloggt zum aktuellen Sportgeschehen in Köln.Neueste Blogs




