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„Ich werde Krieger zermürben“

Youngster und Sauerland-Neuzugang Deniz Ilbay steht vor dem ersten Fight für seinen neuen Stall. Am kommenden Samstag trifft der 23-jährige Kölner in der Gummersbacher Schwalbe-Arena auf den Hamburger Denis Krieger. Wie jetzt bekannt wurde, wird es in dem Kampf auch um die Deutsche Meisterschaft im Weltergewicht gehen. Was Ilbay über das Duell am Wochenende denkt, verrät er im Interview.
Krieger

Deniz Ilbays Kampfrekord kann sich sehen lassen: 20-1, 9 K.o. (Foto: imago/Marianne Müller)

Deniz, wie fühlst du dich vor deinem ersten Fight für deinen neuen Promoter?

Sehr gut. Ich habe bei DEM deutschen Boxstall unterschrieben und will mit dem Team Titel holen!

Der erste Titel könnte schon am Samstag dein sein…

Das wird er auch. Und ich habe nicht vor, mit Krieger über die Runden zu gehen.

Wie lief die Vorbereitung auf den Kampf?

Anders. Ich habe eine schwangere Frau daheim. Doch das ist eine schöne Sache. Wir haben unter anderem die Sparringsrunden von drei auf vier Minuten ausgedehnt – für die Kondition. Das haben wir uns bei Weltmeister Vasiliiy Lomachenko abgeschaut.

Bei dir hat sich – neben dem Vertrag – einiges verändert. Du hast kürzlich geheiratet und für Nachwuchs im Hause Ilbay ist auch schon gesorgt?

Ja, ich habe meine langjährige Freundin Lyna am 2. November geheiratet und unser Sohn – er soll Lio heißen – kommt Anfang Februar zu uns. Ich bin rundum glücklich und dankbar.

Du hast sehr früh mit dem Leistungssport begonnen. Deinen ersten Kampf hast du schon mit vier Jahren gemacht?

Richtig. Ich habe über 100 Kämpfe im Muay-Thai und Kickboxen hinter mir und alle möglichen nationalen und internationalen Titel geholt. Irgendwann waren allerdings meine Füße so lädiert, dass mein Vater Garip und ich uns gesagt haben, dass wir es fortan mit dem Boxen probieren wollen.

Was dürfen wir am Samstag von dir erwarten?

Einen packenden Kampf. Ich werde Krieger zermürben und dann zuschlagen. Ich werde, anders als vorher Frank, Formella und Baraou, Krieger auf die Bretter schicken!

Denis Krieger ist im Kampf gegen Abass Baraou aus der Rolle gefahren, hat sich komplett daneben benommen. Stellst du dich auch darauf ein?

Zu mir und meinem Vater war Denis Krieger sehr höflich. Aber sollte etwas derartiges wie im Kampf gegen Baraou passieren, sollte er wissen, dass ich aus dem Thai-Boxen komme…

Du bist Kölner, boxt jetzt in Gummersbach – also ein Heimspiel für dich.

Es ist noch nicht ganz mein Wohnzimmer, das wird immer Köln bleiben, aber es fühlt sich so an, als ob ich in Nachbars Wohnzimmer boxen würde. Viele Fans und auch Prominente wollen am Samstag zu meinem Kampf nach Gummersbach kommen.

Am Samstag geht es um die Deutsche Meisterschaft. Was kommt danach?

Internationale Titelkämpfe! Gerne auch im Ausland. Ich würde auch jederzeit Stallduelle annehmen. Der liebe Gott hat mir das Talent geschenkt, mein neuer Promoter wird mir jetzt die großen Kämpfe besorgen.

Sport1 überträgt die Box-Gala am 1. Dezember in Gummersbach live ab 20.00 Uhr.

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