Hector ist Kölns Sportler des Jahres

Jonas Hector 1. FC Köln

Wurde zu „Kölns Sportler des Jahres 2015“ gewählt: FC-Nationalspieler Jonas Hector
Foto: imago/Eibner

Kölns Beste des abgelaufenen Jahres stehen endgültig fest: FC-Nationalspieler Jonas Hector ist Kölner Sportler des Jahres, bei den Frauen gewinnt eine Wakeboarderin.

FC-Star, Nationalspieler und nun die Nummer eins der Stadt: Jonas Hector ist „Kölns Sportler des Jahres“ 2015. Der 25 Jahre alte Linksverteidiger des 1. FC Köln wurde von einer von Köln.Sport zusammengestellten Expertenjury zum herausragenden Athleten des vergangenen Jahres gekürt. Dabei setzte sich der gebürtige Saarländer gegen Vorjahressieger Max Hoff (Kanu), Radsprinter André Greipel, Dustin Brown (Tennis) und Weitspringer Markus Rehm durch. „Ich freue mich über die Auszeichnung und danke der Jury für ihre Wahl. Die Auszeichnung gehört natürlich auch meinen Teamkollegen, weil wir schließlich Mannschaftssportler sind und ein Spieler allein keine Spiele gewinnen kann“, sagt der zehnfache Nationalspieler, der erstmals den Titel abräumte. Zuletzt siegte 2014 ein FC-Profi, als Yannick Gerhardt zu „Kölns Sportler des Jahres“ gekürt wurde.

Bei den Frauen feierte Julia Rick einen Überraschungserfolg: Die 22 Jahre alte Weltklasse-Wakeboarderin räumte nach dem Europameister- und Weltmeistertitel sowie diversen Weltcupsiegen auch bei der Wahl zu „Kölns Sportlerin des Jahres“ ab. Die Hürtherin ließ die ebenfalls nominierten Miryam Roper (Judo), Speerwurf-Weltmeister Katharina Molitor, Marina Mohnen (Rollstuhlbasketball) und Speedskaterin Daniela Leal hinter sich. Ein Titel, der für die Wassersportlerin der Ansporn ist, auch 2016 wieder über der Konkurrenz zu schweben: „Ich freue mich sehr darüber, zu Kölns ‚Sportlerin des Jahres‘ gekürt zu werden! Es ist eine besondere Ehre für mich, mit solch einem Titel auf meine Sportart, das Wakeboarden, aufmerksam zu machen und diese in die Medien zu bringen. Ich trainiere sehr hart für meine persönliche sportliche Entwicklung und habe mir auch 2016 wieder große Ziele gesteckt.“

Das „Team des Jahres“ kommt derweil aus dem Basketball: Trotz hochklassiger Konkurrenz vom Rot-Weiss Köln, die sowohl die Tennis- als auch die Hockey-Herren ins Rennen schicken konnten, sowie dem Longericher SC (Handball) und den Inlineskaterhockey-Cracks des HC Köln-West Rheinos lagen letztlich die RheinStars Köln in Front. Nach der Regionalliga-Meisterschaft übersprangen die kölschen Korbjäger eine Liga, setzten allerdings auch in der zweitklassigen ProA einige Ausrufezeichen. „Das ist eine tolle Nachricht. Wir sind überwältigt“, freut sich RheinStars-Geschäftsführer Stephan Baeck über die Auszeichnung. “Die Auszeichnung bestätigt unseren Weg, den wir als RheinStars Köln in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren gemeinsam gegangen sind. Gleichzeitig ist sie Ansporn, weiter mit Herzblut daran zu arbeiten, eine mitreißende Mannschaft mit jungen Kölner Köpfen zu entwickeln, die ihren Platz im Profisport in Köln neben dem FC und den Haien finden kann.“

Bei der Wahl zum „Newcomer des Jahres“ gab es unterdessen einen Favoritensieg: NHL-Star Leon Draisaitl, der in dieser Saison bei den Edmonton Oilers seinen endgültigen Durchbruch feiert, setzte sich gegen die ebenfalls nominierten Szaundra Diedrich (Judo), Fußballerin Anna Gerhardt, Schwimmerin Laura Zimmermann und RheinStars-Talent Tim van der Velde (Basketball) durch. „Ich denke, dass es bis jetzt sehr gut läuft für mich. Ich bin darüber sehr glücklich“, erklärt der 20-jährige Youngster gegenüber Köln.Sport. „Ich hatte immer das Selbstvertrauen, mein Ziel – mich in der NHL zu etablieren und dort eine große Rolle zu spielen – erreichen zu können“, sagt der Sohn des ehemaligen Haie-Stars Peter Draisaitl.

Ein alter Bekannter im Kölner Sport dagegen wurde als „Person des Jahres“ ausgezeichnet: Artur Tabat, seit 43 Jahren Organisator des Radklassikers „Rund um Köln“, erhält für sein Wirken im Kölner Radsport die Auszeichnung und folgt damit auf Victor Martinez, der aufgrund seiner Engagements bei den HC Köln-West Rheinos prämiert wurde. Der 73-jährige Tabat darf damit pünktlich zur 100. Ausgabe des Eintagesklassikers im Juni erstmals die Auszeichnung entgegennehmen. Im Expertenvotum setzte er sich knapp gegen Ben Meßner durch, der mit seinem „Project H.O.P.E.“ Flüchtlingen Zugang zu Sportangeboten ermöglicht.

In der Übersicht:
Sportler des Jahres: Jonas Hector (Fußball, 1. FC Köln), Dustin Brown (Tennis, Rot-Weiss Köln), Markus Rehm (Leichtathletik, TSV Bayer 04 Leverkusen), André Greipel (Radsport), Max Hoff (Kanu)
Sportlerin des Jahres: Julia Rick (Wakeboarding), Katharina Molitor (Leichtathletik, TSV Bayer 04 Leverkusen), Miryam Roper (Judo, TSV Bayer 04 Leverkusen), Daniela Leal (Speedskating, SSC Köln 1998 e.V.), Marina Mohnen (Rollstuhlbasketball, Ex-RSC Köln 99ers)
Team des Jahres: RheinStars Köln (Basketball), Hockey-Herren Rot-Weiss Köln, Tennis-Herren Rot-Weiss Köln, Longericher SC (Handball), HC Köln-West Rheinos (Inline-Skaterhockey)
Newcomer des Jahres: Leon Draisaitl (Eishockey, Edmonton Oilers), Tim van der Velde (Basketball, RheinStars Köln), Szaundra Diedrich (Judo, JC Bushido Köln-Süd), Anna Gerhardt (Fußball, 1. FC Köln), Laura Zimmermann (Schwimmen, TPSK Köln)
Person des Jahres im Kölner Sport: Artur Tabat („Rund um Köln“), Ben Meßner („Project H.O.P.E.), Uwe Koschinat (Fortuna Köln), Dr. Stefan Seitz (Rot-Weiss Köln)

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