Köln.Sport

Grandiose Stimmung beim Marathon

Am Sonntag fand der 22. RheinEnergie Köln Marathon statt – und hatte neben sportlichen Höchsleistungen vor allem eine grandiose Stimmung zu bieten.
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Rekord im Eiltempo: Alina Reh stellte beim Halbmarathon eine neue U23-Bestmarke auf. (Foto: Köln Marathon)

Kaum ein Termin ist so fest im Sportkalender Kölns verankert wie der Marathon. Straßen werden abgesperrt, überfüllte U-Bahnen bringen die Zuschauer von einem Streckenpunkt zum nächsten, und die Straßen werden überflutet von ausgetrunkenen Pappbechern. Für die Läufer, die entweder im Halb-Marathon, in der Staffel oder als Sololäufer auf die Strecke gingen, sind die Anfeuerungen vom Streckenrand der letzte Ansporn, noch einmal auf die Zähne zu beißen, wenn man eigentlich nicht mehr kann.

Sieg beim Debüt

Das gelang in diesem Jahr bei den Männern am besten Tobias Blum, Halbmarathon-Sieger des Vorjahres und Botschafter des Köln Marathon. Der Läufer der LC Rehlingen kam bei seinem Marathondebüt in 2:16:55 Stunden ins Ziel. Anfänglich lieferte er sich ein hartes Rennen mit Marcin Blazinski vom der LG farbtex Nordschwarzwald. Dieser musste jedoch ab Kilometer 30 dem hohen Tempo Tribut zollen und wurde Zweiter vor dem Dominik Fabianowski (2:21:17 Stunden) vom ASV Köln.

Bei den Damen lief die Vorjahressiegerin und als Favoritin gehandelte Rebecca Robisch (LG Region Landshut/Saucony) souverän mit einem Vorsprung von vier Minuten in 2:46:03 Stunden vor ihrer Konkurrentin Juliane Meyer (2:50:11 Stunden) vom SC DHfK Leipzig ins Ziel ein. Dritte wurde die für den Hamburger Laufladen startende Katharina Nüser in 2:52:24 Stunden. 4.825 Teilnehmer liefen insgesamt über die Ziellinie.

Neuer Rekord

Zudem wurde im Halbmarathon ein neuer U23-Rekord aufgestellt. Die 21-jährige Alina Reh unterbot ihren bisherigen Rekord aus dem letzten Jahr und krönte ihren ersten Start in Köln gleich mit einem Sieg beim Halbmarathon. Schon vorher hatte Reh eine neue Bestzeit „angesagt“, ihren Worten ließ sie somit Taten folgen. Sie nahm ihrer Mitstreiterin Ümmü Kiraz (Ayyo Team Essen) vier Minuten ab und finishte in 1:09:29 Stunden mit neuer U23-Bestzeit. Den dritten Podestplatz sicherte sich Debbie Schöneborn von der LG Nord Berlin knapp dahinter in 1:14:11 Stunden.

Insgesamt 11.866 Läufer finishten am Kölner Dom, 1.017 Staffeln gingen an den Start. Viele der Teilnahmer liefen in lustigen Kostümen, so flitzten unter anderem Piraten, Meerjungfrauen, Indianer und Hummeln über die mehr als 42 Kilometer. Sehr zur Freude der unzähligen Streckengästen, die mit Rasseln, Tröten, Klatschpappen und vor allem unglaublich lautem Geschrei die letzten Prozentpunkte aus den Läufern herauskitzelten.

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