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Glöckner über den Pokalkracher

Zum ersten Mal steht Patrick Glöckner in der kommenden Saison als Cheftrainer der Viktoria an der Seitenlinie. Im Interview spricht er über seine Spielphilosophie, den Aufstiegsdruck und das Spiel des Jahres gegen RB Leipzig.
Glöckner

Seit dieser Saison steht Patrick Glöckner als Cheftrainer an der Seitenlinie der Viktoria – und möchte mit seinem Team auch Bundesligist RB Leipzig ärgern. (Foto: imago/Thomas Bielefeld)

Herr Glöckner, die Viktoria ist Ihre erste Station als Cheftrainer. Sind Sie vor dem Start ein bisschen aufgeregt?

Überhaupt nicht. Wir haben gut gearbeitet in der Vorbereitung, mehr kann man als Trainer nicht tun. Ich bin zufrieden mit den Abläufen, bin zufrieden mit dem Kader. Was die Gegebenheiten hier angeht, ist alles optimal für uns. Von daher gehe ich ganz gelassen in die Saison.

In diesem Jahr steigt der Meister der Regionalliga West direkt in die Dritte Liga auf. Erhöht das den Druck?

Das erhöht den Druck vor allem von Vereinsseite aus, weil klar ist, dass mit dem Aufstieg etwas geschafft werden kann, was die letzten sieben Jahre nicht funktioniert hat. Diese Chance wollen wir beim Schopfe packen und entsprechende Leistungen bringen – von Spiel zu Spiel. Wir müssen aber schauen, dass wir die Jungs nicht überfrachten mit zu viel Information, dass sie aber trotzdem eine ganz klare Linie haben, was das Spiel mit und gegen den Ball angeht.

Welche Art Trainer sind Sie? Auf welches System setzen Sie?

Eine Mischung aus Kumpeltyp und Autorität – aber auf dem Platz ist es mit dem Kumpeltyp vorbei, egal ob es eine Trainingseinheit oder ein Spiel ist. Ansonsten bin ich locker im Umgang, werde geduzt und hab immer mal einen Spruch drauf. Wie der Fußball final aussieht, kann man nicht sagen, es richtet sich immer nach dem Spielermaterial. Bei Viktoria sind wir in der Offensive sehr stark besetzt, haben viele Individualisten, die Spiele entscheiden können. Die versuche ich, in ihre starken Positionen zu bringen.

Nun steht der Pokalknaller gegen RB Leipzig vor der Tür. Wie schwer fällt es dabei, sich auf die reguläre Saison zu konzentrieren?

Es ist für uns eine große Ehre, dass so eine Mannschaft kommt. Ich kenne die Spielweise von Leipzig ganz gut, RB hat seinen eigenen Spielstil, den ich sehr interessant finde. Deswegen freue ich mich unwahrscheinlich. Wir haben nichts zu verlieren, können das ganz gelassen angehen. In der Mannschaft ist es noch kein Thema, aber: Als Außenseiter hat man immer die Chancen, muss gut ins Spiel kommen. Wenn man lange die Null hält und den ein oder anderen Nadelstich setzen kann, wird es für den Favoriten immer schwer, weil nur er etwas zu verlieren hat. Wir bräuchten nicht zu spielen, wenn keine Chance da wäre. Wir gucken, was rauskommt.

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