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Geschichte und Entstehung der Stadt Köln

Da Köln in römischer Zeit Hauptstadt der Provinz Niedergermanien war, finden sich auch heute noch beeindruckende Zeugnisse aus dieser Epoche. Dazu zählt das Praetorium unter dem Rathaus (Foto: Christina Kohnen)

Köln ist eine Stadt mit langer Historie. Funden zufolge lebten bereits rund 4500 v. Chr. Menschen im heutigen Stadtgebiet. Zu Bekanntheit kam das heutige Köln aber erst unter römischer Herrschaft. Caesar hatte um 55 v. Chr. Gebiete bis zum Rhein erobert und unter römischem Vorsitz eine städtische Siedlung gegründet.

Noch heute zeugen Bauwerke wie das Nordtor auf der Domplatte, der Römerturm in der Nähe des Apellhofplatzes oder das unterirdische Prätorium von den römischen Ursprüngen der Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Im Römisch-Germanischen Museum widmet sich zudem ein Archäologisches Museum dem materiellen Erbe der Vorgeschichte sowie der römischen und fränkischen Epochen.

Blüte im Mittelalter

Köln erlebte im Mittelalter eine neue Blütezeit: Etwa vom 12. bis 15. Jahrhundert war die Stadt die bevölkerungsreichste und eine der wohlhabendsten im deutschen Sprachraum. Das galt auch für die jüdische Gemeinde bis zu ihrer „endgültigen“ Vertreibung aus Köln im Jahr 1424. Seit ihrem militärischen Sieg über den Erzbischof und Stadtherrn Siegfried von Westerburg im Jahre 1288 hatten die Bürger Kölns die politische und wirtschaftliche Macht an sich genommen, auch wenn Kölns Status als Freie Reichsstadt erst 1475 bestätigt wurde.

Die Bürgerschaft gründete 1388 die erste städtische Universität. Köln spielte früh eine wichtige Rolle als Mitbegründerin der Hanse und als Messezentrum. Kölns einzigartige Kirchen und Kunstwerke, die Reste seiner Stadtbefestigung und zahlreiche Bürgerbauten (Rathaus, Gürzenich, Overstolzenhaus u.v.m.) künden noch heute vom Reichtum und von der Frömmigkeit des „Hilligen Köln“.

Das Römisch-Germanische Museum zeigt Zeugnisse aus der Römerzeit. Es befindet sich in direkter Nähe zum Kölner Dom (Foto: Jens Korte / KölnTourismus GmbH)

Frankreich und Preußen bestimmen Kölns Entwicklung

Nach der Entdeckung Amerikas, der Einführung neuer Wirtschaftsformen und Handelswege sowie dem Aufkommen der Nationalstaaten in Europa folgte für Köln ein wirtschaftlicher Niedergang bis ins 19. Jahrhundert. Auch die politische Macht verfiel: 1794 besetzten französische Revolutionstruppen die Stadt. Damit verbunden konnten sich Protestanten und Juden wieder in Köln niederlassen. 1815 wurden die Rheinlande und damit auch Köln Teil des Königreiches Preußen.

Früh erkannte und nutzte man die Chancen der industriellen Revolution, stufenweise wurden große Teile des Umlandes eingemeindet. Dazu verhielt sich die kommunale Politik umsichtig gegenüber Preußen und später dem Deutschen Reich. Begünstigt von der neuerwachten nationalen Begeisterung für Kölns mittelalterliche Vergangenheit, begann ein immenser Neuaufschwung für die Stadt, der bis heute andauert – trotz der verheerenden Folgen zweier Weltkriege.

Köln heute

So ist Köln heute, mit dem Erbe seiner wechselvollen Geschichte, eine Kunst- und Messestadt von Weltrang, ein Verkehrs- und Wirtschaftszentrum Westeuropas und nicht zuletzt eine vitale, liebenswürdige Stadt, in der Vergangenheit und Gegenwart, Wirtschaft und Kultur eine faszinierende Verbindung eingehen. Nicht nur in der fünften Jahreszeit lachen und leben die Menschen gern und lassen auch ihre Mitmenschen leben. Kein Wunder also, dass Köln immer mehr Besucher anzieht: Der Kölner Dom ist das meistbesuchte Bauwerk Deutschlands.

Quelle: Köln Tourismus