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FVM-Pokal: Das eigentliche Finale

Heute abend (19 Uhr, Südstadion) heißt es mal wieder Fortuna gegen Viktoria, diesmal im Viertelfinale des FVM-Pokals. Der Sieger gewinnt nicht nur Prestige, sondern steht kurz vor dem Einzug in den DFB-Pokal.


Nur zu gut erinnern sich beide Fanlager und beide Teams an das letzte Aufeinandertreffen im November 2013. Vor der Pause hatte Viktoria auswärts mit 2:0 geführt, war aber in der zweiten Hälfte dem Sturmlauf der Fortuna nicht mehr gewachsen und verlor noch 2:4. Das dritte Derby in Folge, das an die Fortuna ging. Und auch in der Tabelle der Regionalliga sieht es derzeit deutlich aus. Die Südstädter stehen an der Spitze und kurz vor dem Einzug in die Relegationsspiele zur dritten Liga, Viktoria nach mäßigem Start in die Rückrunde immer noch elf Punkte dahinter.

Doch das alles zählt nicht mehr, wenn um 19 Uhr der Anpfiff ertönt. Vordergründig geht es nur um den Einzug ins Halbfinale des Verbandspokals, doch die Partie wird heiß, mit rassigen Duellen auf beiden Seiten: Schafft es die Viktoria-Abwehr, Ercan Aydogmus, im November doppelter Torschütze, diesmal in den Griff zu bekommen? Wer gewinnt das direkte Duell der beiden Ausnahmekönner Kristoffer Andersen (Fortuna) gegen Mike Wunderlich (Viktoria)? Und wie verhalten sich die beiden Trainer Claus-Dieter Wollitz und Uwe Koschinat, die nach Beleidigungen des Fortuna-Trainers im November böse aneinander geraten waren? Fragen, die es zu beantworten gilt. 

Die bessere Vorbereitung auf das Spiel kann sicherlich die Fortuna aufweisen. Das Koschinat-Team platzt fast vor Selbstvertrauen, hatte am Wochenende allerdings spielfrei und konnte wichtige Kräfte sammeln, während Viktoria beim 3:0 in Wiedenbrück aktiv war. Das allein jedoch wird das Spiel nach Lage der Dinge nicht entscheiden. Auch in Sachen Personal ist keines der Teams eingeschränkt. Fortuna muss auf den Langzeitverletzten Ozan Yilmaz (Autounfall) verzichten, dafür wird der angeschlagene Albert Streit aber wohl spielen können. Streit ist neben Lukas Nottbeck, Silvio Pagano (Viktoria), Hamdi Dahmani und Ercan Aydogmus (Fortuna) einer der zahlreichen Akteure, die es mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber zu tun bekommen. Nicht der einzige Umstand, der auf ein spannendes, emotionales Derby hoffen lässt.

So könnten sie spielen:
Fortuna Köln: Poggenborg – Fink, Flottmann, Zinke, Sievers – Andersen, Hörnig, Streit, Steffen, Kraus – Kialka.

Viktoria Köln: Vogel – Spinrath, Brzenska, Löhden, Deelen – Nottbeck, Wunderlich, Pagano, Manno, Born – Candan.

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