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Fünf Fragen zur Modeste-Situation

Er is widder do: Anthony Modeste weilt derzeit am Geißbockheim, hält sich bei der U21 fit. Was bedeutet die „Rückkehr“ für den FC? Und was für „Tony“ selbst? Fünf Fragen zur Modeste-Situation.
Modeste

Anthony Modeste ist zurück am Geißbockheim – erstmal aber nur bei der U21. (Foto: imago/Herbert Bucco)

1 Wie ist der aktuelle Stand?

Viel Neues gibt es eigentlich nicht zu vermelden. Im Sommer hatte er seinen Vertrag beim chinesischen Erstligistin Tianjin Quanjian aufgelöst, angeblich hatte der Verein ihm kein Gehalt mehr gezahlt. Er wollte weg, bot sich öffentlich bei Bundesliga-Clubs an und schien kurzzeitig einig mit Galatasaray Istanbul. Da das Vertragswerk in China jedoch sehr undurchsichtig ist, nahmen bislang alle Interessenten von einem Transfer Abstand. Da das Kapitel China für den Franzosen definitiv beendet ist, hält er sich aktuell also am Geißbockheim bei der U21 fit, seine Familie wohnt schließlich immer noch in Köln und den Weg zum Trainingsgelände dürfte er noch auswendig kennen.

2 Heißt das, er spielt bald wieder für den FC?

Erstmal nein. Aus seiner Liebe für den Club machte Modeste nie einen Hehl, zeigte sich im Sommer mit Ex-Athletiktrainer Benjamin Kugel beim Fithalten in FC-Trainingshose. Die Verantwortlichen werden nicht müde zu betonen, dass eine Verpflichtung aktuell kein Thema ist – die Betonung liegt auf „aktuell“. Denn immer wieder rutschen sowohl Armin Veh, als auch den anderen Funktionären in letzter Zeit erstaunlich häufig die Wörter „noch kein Thema“, „gerade nicht“ oder „erstmal nicht machbar“ heraus. Das ist kein Indiz dafür, dass sich Modeste morgen statt dem U21- wieder den Profi-Trainingsdress überstreift, lässt die Tür aber weiterhin durchaus offen.

3 Welche Optionen hat Modeste?

Nicht despektierlich gemeint, aber: Erst einmal die Füße still halten, hart arbeiten und durch Leistung überzeugen. Sollten sich im Dezember die vertraglichen Probleme aufklären, wäre er sozusagen „frei“ und könnte auf Clubsuche gehen. Dass er dann, nach so langer Pflichtspielpause, bei einem Verein der Größenordnung Borussia Dortmund unterkommt, ist sehr unrealistisch. Top-Vereine aus kleineren Ligen wie beispielsweise Galatasaray Istanbul in der Türkei oder ein ambitionierter, englischer Club aus der zweiten Liga kämen da wohl eher in Frage. Dass der FC sich im Aufstiegsfall auch wieder intensiv mit einer Verpflichtung beschäftigen dürfte, braucht nicht erwähnt werden.

4 Was kann er noch leisten?

Modeste wird im nächsten April 31, ist also noch lange nicht am Ende seiner Karriere. In den Trainingseinheiten beim Nachwuchs wirkt er fit, hat nochmal ein wenig abgenommen, ist etwas drahtiger geworden. Stürmern mit seiner Qualität geht in der Regel nicht der Torriecher flöten, weil man vielleicht ein Jahr auf nicht ganz so hohem Niveau gekickt hat. Ob er die Leistungen aus seiner phänomenalen Spielzeit 2016/17 wiederholen kann, ist zwar mehr als fraglich – für eine zweistellige Torausbeute ist „Tony“ mit Sicherheit noch immer gut, in beinahe jeder großen Liga Europas.

5 Wollen die Fans ihn zurück?

Modeste ließ sich nach seinen ersten Trainingseinheiten mit etlichen Fans ablichten, wirkte gut gelaunt und locker. Die Herzen fliegen ihm am Geißbockheim definitiv immer noch zu, das Hick-Hack um seinen Wechsel scheint komplett vergessen. Als die Modeste-Situation vor einigen Wochen so richtig aufkochte, haben wir auf www.koelnsport.de eine Umfrage gestartet, weit mehr als 1.000 Fans haben daran teilgenommen. 56% wünschen sich eine Rückkehr des einstigen 25-Tore-Mannes, lediglich 14% würden „Tony“ nicht zurücknehmen wollen. Und 30% stimmten für die Antwortmöglichkeit „Holt lieber den Poldi zurück“. Der ist allerdings noch glücklich in Japan – und hat dort sogar einen gültigen Vertrag.

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