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Fortuna verliert Spitzenspiel

Am Samstag hat Fortuna Köln beim Topspiel in Karlsruhe die erste Niederlage 2018 hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Uwe Koschinat unterlag bei Tabellennachbar Karlsruher SC mit 0:1 und ist in der Tabelle auf Rang fünf abgerutscht.
KSC Fortuna

Der Anfang vom Ende: Fortuna-Torhüter Tim Boss konnte den Kopfball von Fabian Schleusener in der siebten Minute nicht mehr abwehren. (Foto: imago/Sportfoto Rudel)

Schon früh erlitt die Karnevalsstimmung beim mitgereisten Kölner Anhang einen herben Dämpfer. Bei einem Zweikampf im Mittelfeld verlor Hamdi Dahmani in der siebten Minute den Ball, dann ging es schnell: Über die Karlsruher Marvin Wanitzek und Anton Fink landete der Ball per Flanke bei Stürmer Fabian Schleusener, der mit dem Kopf mühelos zum 1:0 einnetzte. „Ich mache den Fehler und dadurch sind wir in Rückstand geraten. Das ist extrem bitter“, zeigte sich Dahmani nachher enttäuscht.

KSC-Defensive hält dicht

So musste die Fortuna bereits fast vom Start weg der Hypothek eines Rückstandes hinterherlaufen. Und das taten die Kölner mit Wut im Bauch: Sowohl Dahmani als auch Michael Kessel, der den Vorzug vor Farrona Pulido erhalten hatte, kamen zu Möglichkeiten, scheiterten jedoch am gut aufgelegten KSC-Keeper Benjamin Uphoff. Die gute Defensive der Hausherren, die in elf Ligaspielen zuvor nur drei Gegentore kassiert hatte, brachte die Kölner zur Verzweiflung. „Wenn du in Karlsruhe 0:1 zurückliegst, kannst du eigentlich fast zurückfahren“, lobte auch Koschinat im Nachgang die Abwehr der Hausherren.

In Halbzeit zwei gab es dann immer wieder Unterbrechungen, wodurch der Spielfluss merklich litt. Das Kölner Rezept, mit hohen Bällen gefährlich zu werden, ging nicht auf, der KSC besaß sogar die besseren Möglichkeiten. Einzig Keita-Ruel kam nochmal vors Tor der Karlsruher, blieb jedoch ohne Torerfolg.

Aufstiegstraum in Gefahr?

„Beim 0:1 waren wir nicht wachsam. Aber was mich viel mehr ärgert ist, dass die Mannschaft verzockt gespielt hat. Darüber müssen wir dringend sprechen“, zeigte sich Koschinat nach dem Spiel sichtlich angefressen. Der Rückstand auf den Tabellendritten aus Wehen beträgt bereits sechs Punkte, Rostock und Karlsruhe auf den Plätzen vier und fünf haben noch ein Spiel weniger als die Fortuna.

Dennoch ist für die Kölner, die nach der Niederlage auf Platz sechs stehen, noch längst nicht die Hoffnung verloren: Am kommenden Samstag (17.2.) kommt mit dem SV Wehen ein direkter Konkurrent um die begehrten drei Tabellenplätze in die Südstadt. Es ist das nächste Topspiel, in dem die Fortuna zeigen kann, ob sie für den Aufstiegskampf in dieser Saison bereit ist.

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