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Fortuna Köln vor Marathon-Tagen

Fussball 3. Liga 24. Spieltag im Südstadion: Fortuna Köln gegen Holstein Kiel

Marco Königs (r.) will auch gegen seinen Ex-Club Wehen jubeln.
Foto: imago/Manngold

Fünf Pflichtspiele in 15 Tagen hat Fortuna Köln vor der Brust. Die lange Verletztenliste kommt Trainer Uwe Koschinat da gar nicht recht.

Eine gute Nachricht vorweg: Der SV Wehen Wiesbaden wird vermutlich ohne echten Stürmer zum Gastspiel bei Fortuna Köln anreisen. Mit Torsten Oehrl meldete sich zwei Tage vor dem Drittliga-Duell (Samstag, 14 Uhr, Südstadion) der vierte etablierte Angreifer im Kader der Hessen krank vom Training ab. Sein Einsatz ist unwahrscheinlich. Für Fortuna vielleicht die Gelegenheit, die Rote Laterne in Sachen meiste Gegentore der Liga (43) abzugeben. Hinten pfui, vorne hui – so präsentieren sich die Südstädter in der laufenden Saison und stellen das Team, bei dessen Beteiligung die meisten Treffer überhaupt fallen. 82 Tore in 25 Saisonspielen bedeutet den Bestwert im deutschen Profifußball.

Allerdings ist die Elf von Trainer Uwe Koschinat selbst vom Verletzungspech geplagt. Ausgerechnet vor dem Auftakt zu einem Marathon mit fünf Partien innerhalb von 15 Tagen klafft besonders im Mittelfeld der Fortuna eine Lücke. Neben dem langzeitverletzten Markus Pazurek fallen auch Oliver Schröder und Kristoffer Andersen (beide Muskelfaserriss) aus. Christopher Theisen (Rücken), Cauly Oliveira Souza und Biada (beide Oberschenkel) waren zuletzt nicht voll belastbar, könnten aber noch rechtzeitig vor dem Spiel gegen Wiesbaden in den Kader rücken.

Großen Respekt hat Koschinat vor der kompakten Defensive der Hessen um den früheren FC-Spieler Kevin Pezzoni. Daher rechnet der Coach gegen Wehen nicht mit einem Torfestival. Fortuna-Stürmer Marco Königs hat an den Samstags-Gegner keine guten Erinnerungen. Sein kurzes Gastspiel dort in der Saison 2013/14 endete nach 19 Partien ohne Treffer. Für die Südstädter hat Königs in 25 Spielen schon 13 Mal geknipst. Mit seinem ebenfalls formstarken Partner Julius Biada (24/8) bildet er eines der gefährlichsten Sturmduos der Liga.

Auf welcher Position Daniel Flottmann auflaufen wird, ließ Koschinat noch offen. Zuletzt hatte der Kapitän sowohl aus Rechtsverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld für Stabilität gesorgt. „Er verleiht der Mannschaft so eine gewisse Aura“, schwärmt der Trainer im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Und mit ihm kommt natürlich noch einmal eine unglaubliche Kopfballstärke in unsere Defensive.“

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