Köln.Sport

Fortuna: Kein Glück im Unglück

Nach der Heimniederlage gegen Großaspach punktet die Konkurrenz der Südstädter dreifach.

Es hätte so schön sein können: Mit einem Heimsieg gegen Sonnenhof Großaspach wollte Fußball-Drittligist Fortuna Köln am Freitag Abend ins Wochenende starten und im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga weiteren Boden gutmachen. Doch die Rechnung ging nicht auf: Mit 1:3 (1:2) unterlag das Team von Coach Uwe Koschinat trotz durchaus ansprechender Leistung. Und damit nicht genug: Nicht nur Konkurrent SV Wehen-Wiesbaden siegte zeitgleich mit 4:2 gegen Erfurt, auch der Karlsruher SC erfüllte seine Aufgabe gegen den SV Meppen und gewann mit 2:0. Damit ist der Rückstand der Fortuna auf den Relegationsplatz auf vier Punkte angewachsen. Wehen hat drei Punkte mehr als die Südstädter, allerdings auch ein Spiel weniger absolviert und kann seinerseits auf Platz drei springen. Der zweite Platz scheint bei vier Punkten Rückstand und zwei mehr absolvierten Spielen ohnehin außer Reichweite.

Dabei waren die Hausherren im strömenden Regen am Freitag Abend spielerisch die deutlich bessere Mannschaft gewesen, scheiterte gegen einen destruktiven Gegner allerdings an dessen Effizienz und Abwehrstärke sowie an haarsträubenden eigenen Fehlern. Den Anfang machte Torhüter Tim Boss bereits in der dritten Minute mit einem katastrophalen Pass im Aufbau, den Fountas mit einem Heber zur frühen Führung nutzte. Doch die Fortuna zeigte Moral und spielerisch einige Highlights. Eine überragende Kombination über Brandenburger, Scheu und Dahmani brachte Maik Kegel in Schussposition, der vollendete zum Ausgleich. Auf der Gegenseite der nächste Blackout Kyere segelte unter einem harmlosen langen Ball her, Sonnenhof-Stürmer Gyau brachte die Gäste erneut in Führung.

Nach der Pause verflachte das spielerische Niveau zusehends, vor allem, weil Großaspach extrem tief stand und der Fortuna dagegen nicht viel einfiel. Kyere hatte per Kopf zwar noch eine Riesenchance, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Stattdessen machte Daniel Hägele in der sechsminütigen Nachspielzeit den Deckel drauf. Fortuna-Coach Uwe Koschinat warf seiner Mannschaft nach der Partie taktische Mängel vor und ging im obligatorischen Kreis hart mit seinen Spielern ins Gericht. Der Aufstieg ist noch nicht abgehakt, aber vorerst in weite Ferne gerückt.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.