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Fortuna im freiem Fall

Zwei Spiele, Null Punkte: So ist die bedrückende Situation am Südstadion. Die Fortunen kommen noch nicht richtig in Fahrt. Doch Samstag steht mit Wattenscheid schon der nächste Kracher vor der Tür.
Fortuna Köln

Ernste Mienen nach zwei Niederlagen: Das Team muss das Ruder langsam rumreißen. (Bild: imago images/Noah Wedel)

Nach zwei Spieltagen belegt der SC Fortuna Köln den letzten Tabellenplatz. In den vergangenen Partien gegen den 1. FC Köln II und den SV Rödinghausen musste der Absteiger aus der dritten Liga zwei mal als Verlierer den Platz räumen. Noch bitterer: Sie erzielten kein einziges Tor.

„Nett ist eben zu wenig“

Das erhoffte Erfolgserlebnis blieb aus. Insgesamt fünf Gegentreffer mussten die Südstädter schon schlucken: Dabei alle nach einem ruhenden Ball. Ob Ecke, Einwurf oder Freistoß – die Fortuna macht nach Standards einen sehr unsortierten und desorientierten Eindruck. Trainer Thomas Stratos fand nach dem Spiel gegen die Amateure des FC keine positiven Worte: „Wir spielen es ordentlich, machen es ganz nett. Aber ganz nett ist eben zu wenig.“

Nach der Niederlage gegen Rödinghausen wurde er deutlicher: „Es sah aus wie eine Männertruppe gegen eine Jugendtruppe.“ Anscheinend sind die Probleme doch größer als anfangs gedacht. Aus dem Spiel heraus lässt die Defensive der Südstädter zwar wenig zu, das entschuldigt aber keineswegs die Trostlosigkeit in der Offensive. Stratos sieht das wie folgt: „Es hat nicht gereicht für uns, auch nicht für ein Tor. Wir sind nicht stark genug, um uns die Dinger vorne zu erarbeiten.“

„Werden uns bessern“

Die Probleme waren jedoch schon vor der Saison bekannt. Gegen routinierte Teams wurde den Fortunen bereits in der Vorbereitung gegen Münster oder Oberhausen die Grenzen aufgezeigt. Durch einen Transfer für die Offensive wollte man die Defizite kompensieren. Problem: Der Deal kam nicht zu Stande. „Er hat uns abgesagt“, erklärte Stratos. Richtung Verein und Fans gab der Coach jedoch ein Versprechen ab: „Wir werden uns verbessern.“ Das muss die Fortuna auch. Es steht viel Arbeit für die nächsten Wochen an, sonst wird es da unten im Tabellenkeller ganz schnell ungemütlich. Die nächste Partie bestreitet die Stratos-Elf am Samstag, 10.8., um 14 Uhr im Südstadion gegen Wattenscheid.

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