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FC: Zu Gast beim Angstgegner

Im Spitzenspiel der zweiten Fußball-Bundesliga gastiert der 1. FC Köln am Montagabend (20.15 Uhr, live bei Sport 1 und Sky) beim 1. FC Kaiserslautern. Auf dem Betzenberg gab es für den FC in der Vergangenheit nur selten etwas zu holen.

Die Bilanz spricht wahrlich Bände: Von bislang 50 Gastspielen in Kaiserslautern konnte der 1. FC Köln lediglich fünf Partien für sich entscheiden. 17 Mal reichte es immerhin für einen Punkt und ganze 28 Mal triumphierten nach neunzig Minuten die Gastgeber. Trotz dieser Statistik, in deren Zusammenhang man wahrlich von „Angstgegner“ sprechen kann, ist die Stimmung beim FC vor dem Auftritt in der Pfalz durchaus positiv.

Zu recht, immerhin führen die Kölner die Tabelle souverän an und durften sich am Sonntag über ein Unentschieden des direkten Verfolgers Greuther Fürth (1:1 gegen Union Berlin) freuen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz drei beträgt aktuell fünf Punkte. Noch größer ist der Abstand zum FCK: Stolze zehn Zähler liegen zwischen beiden Teams. Dabei wurden die Pfälzer vor der Saison als großer Aufstiegsfavorit gehandelt. Trotz dieser Ausgangsposition rechnet FC-Trainer Peter Stöger mit einem absoluten Top-Spiel: „Kaiserslautern will seine Chance nutzen, wird engagiert und offensiv auftreten. Wir haben bei Spielen gegen Top-Mannschaften bisher gut ausgesehen und so wird das auch am Montag werden.“

Auf Schwerstarbeit darf sich derweil die FC-Defensive einrichten. Mit Simon Zoller (elf Tore) und Routinier Mohamadou Idrissou (acht Treffer) stellt der FCK das beste Sturmduo der Liga. Insgesamt waren beide Angreifer an 30 der 37 Lauterer Tore beteiligt. Und gerade der Name „Mo“ Idrissou dürfte allen Kölner Fans (3.000 werden am Montag in Kaiserslautern erwartet) Schweißperlen auf die Stirn treiben. Denn gegen keinen anderen Klub traf der Kameruner bislang öfter als gegen den FC. In elf Einsätzen gelangen dem 34-Jährigen sechs Tore, zuletzt traf Idrissou in der Vorsaison beim 3:0-Sieg doppelt. Im Hinspiel fehlte der FC-Schreck allerdings gelbgesperrt.

Die Kölner werden ohne die verletzten Marcel Risse und Thomas Bröker anreisen, die sich beim späten 2:1-Heimerfolg gegen Energie Cottbus verletzt hatten. Risses Position auf der Außenbahn könnte erneut der junge Norweger Bard Finne einnehmen. Auch eine taktische Umstellung auf ein System mit drei eher defensiv ausgerichteten zentralen Mittelfeldspielern ist durchaus denkbar. In dieser Ausrichtung hatte der FC schon im DFB-Pokal in Mainz gewonnen und war im gleichen Wettbewerb äußerst unglücklich beim Hamburger SV ausgeschieden.

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