Köln.Sport

FC vorm Highlight der Saison

Heute Abend ist es soweit: Mit dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV treffen die beiden Bundesliga-Absteiger (hoffentlich zum letzten Mal in der 2. Bundesliga) in Müngersdorf aufeinander. Der Ansturm ist gigantisch.
FC HSV

Ein Schlüsselduell für heut Abend? Louis Schaub und der 1. FC Köln wollen gegen den HSV mit Douglas Santos die Punkte in Köln behalten. (Foto: imago images/Philipp Szyza)

150.000 – so viele Tickets hätte man laut Geschäftsführer Armin Veh vor dem Knaller am Montagabend (20:30 Uhr) gegen den Hamburger SV verkaufen können. Das erinnert an die Europapokal-Spiele der vergangenen Saison, die in der Hinrunde das Kontrastprogramm zum grauenhaften Liga-Alltag darstellten. Diesen wollen heute Abend jedoch alle sehen – auch wenn sich die Beteiligten einig sind, dass er definitiv eine Liga zu tief stattfindet. „Das ist schon Bundesliga-Feeling. Köln und Hamburg sind zwei Mannschaften, die dort dauerhaft hingehören“, sagt FC-Torwart Timo Horn vor der Partie.

Die sportlichen Vorzeichen sind klar: Während der FC mit sieben Punkten Vorsprung auf die Hamburger an der Tabellenspitze und bereits mit mehr als anderthalb Beinen in der Bundesliga steht, kriselt es beim HSV, der zuletzt das Heimspiel gegen Aufsteiger Magdeburg mit 1:2 verlor. So wird es wie gewohnt erneut unruhig im Umfeld der Hanseaten, die in Köln auch personell vor einer Mammutaufgabe stehen: Mit Pierre-Michel Lasogga, dem suspendierten Fiete Arp sowie Kapitän Aaron Hunt fällt beinahe die gesamte Stammoffensive aus, die gelernten Außen Bakery Jatta und Khalid Narey werden wohl in der Spitze wirbeln.

Deshalb ist die FC-Defensive, in die aller Voraussicht nach glücklicherweise Jorge Meré zurückkehren wird, besonders gefordert, gehörte es doch in der aktuellen Spielzeit nicht zu den Kölner Stärken, schnelle Offensivspieler des Gegners auszuschalten. „Die Hamburger müssen auf Sieg spielen, das kann uns entgegenkommen“, weiß Markus Anfang um den Druck, den der HSV nicht nur im heimischen Bundesland verspürt. Bei einer Niederlage gegen den Effzeh wäre die Konkurrenz aus Berlin und Paderborn wieder so richtig in Schlagdistanz zu den Rothosen, könnte sie kommende Woche gar überholen.

Es steht also einiges auf dem Spiel, wenn die Partie unter Flutlicht heute um 20.30 Uhr angepfiffen wird. Der FC hat zudem die Hinspielpartie noch im Kopf, als man in Hamburg die vielleicht schlechteste Saisonleistung zeigte und am Ende verdient mit 0:1 verlor. „Ich bin überzeugt, dass wir von unseren Fans wie schon die ganze Saison über getrieben werden, und am Ende gemeinsam so jubeln können wie der HSV im Hinspiel“, sagt Markus Anfang. Und er wird mit dieser Hoffnung heut Abend nicht der einzige sein.

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