Köln.Sport

Viel geredet, nichts gesagt

Die Rückkehr von Lukas Podolski zum 1. FC Köln scheint fix zu sein – genauso wie sein Wechsel zum türkischen Erstligaklub Antalyaspor. Doch wie genau die Zukunft von Prinz Poldi beim Effzeh aussieht, steht in den Sternen. Der Köln.Sport-Kommentar.

Foto: imago images / Herbert Bucco

Eigentlich war es die Nachricht, auf die alle FC-Anhänger schon lange gewartet haben – eigentlich! Am Dienstag, den 21. Januar, gab der 1. FC Köln eine Pressemitteilung raus, in der eine künftige Zusammenarbeit zwischen dem Klub und seiner Ikone Lukas Podolski vermeldet wurde.

Dabei handele es sich sowohl um „eine kurzfristige Zusammenarbeit“ als auch eine „Einbindung von Lukas in den Verein nach seiner aktiven Karriere“. Nun gut, und weiter? Nichts weiter. Denn mehr Infos wollten sich die FC-Verantwortlichen nicht entlocken lassen. Oder es gab einfach nicht mehr zu erzählen. Da kommt doch das Gefühl auf, es gehe nur darum, für Ruhe zu sorgen.

Besänftigung der Fans

Seit seinem Wechsel zum FC Arsenal im Jahr 2012 ist die Rückkehr vom verlorenen Sohn mehr oder weniger Dauerthema in der Domstadt. Immer und immer wieder wurden die Gerüchte um ein Comeback zu seinem Herzensverein lauter.

„Wie geil wär es, wenn Poldi uns zum Klassenerhalt ballert?“, träumten die Fans auf der Tribüne. Hinzu kommt die Tatsache, dass der 130-malige Nationalspieler Teile seines Gehalts an die FC-Stiftung und -Jugendabteilung gespendet hätte, um noch einmal vor der Südkurve aufzulaufen.

Klar, für wahre Fußballromantiker eine absolute Traumvorstellung, in meinen Augen aber auch nicht mehr. Denn gerade jetzt, wo die jungen Wilden à la Katterbach oder Jakobs zeigen können, was sie drauf haben, wäre eine sportliche Poldi-Rückkehr zu Köln das falsche Signal.

Doch was will der Verein mit der jüngst verkündeten Pressemitteilung bezwecken? Doch nicht etwa für Ruhe sorgen? Anscheinend schon, denn mehr lässt sich daraus nicht lesen. Poldi kommt zurück, Punkt. Wann? In welcher Funktion? Unbekannt! Aber immerhin: Die Fans wurden erhört.

Botschafter oder Jugendtrainer?

Mehr als wilde Spekulationen bleibt einem dieser Tage nicht. Was könnte der Effzeh mit Poldi vorhaben? Denkbar wäre sicherlich ein Engagement im Jugendbereich, ebenso wie eine Aktivität als Botschafter der FC-Stiftung. Oder führt der 34-Jährige bald unseren Hennes den IX. vor Heimspielen ins Stadion?

Wie gesagt, man weiß es nicht. Fakt ist, die Pressemitteilung ist so nichtssagend wie die Wettervorhersage in vier Wochen. Es wurde viel geredet, und nichts gesagt. Zumindest in einem Punkt bleibt sich der Klub treu, er ist und bleibt einfach spürbar anders.

Von Oliver Stopperich

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