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FC: Millionenklage wegen Modeste?

Der Rechtsstreit zwischen dem 1. FC Köln und dem Spielerberater Giacomo Petralito geht in die nächste Runde. Auch ein Termin beim Landgericht konnte die Angelegenheit nicht endgültig klären.
Modeste

Das Transfer-Hickhack um Anthony Modeste nimmt auch im Schnee kein Ende – droht dem FC jetzt sogar eine Millionenklage? (Foto: imago/Eduard Bopp)

Worum geht es? Spielerberater Giacomo Petralito war laut Eigenaussage im Juli 2017 am Transfer des Franzosen nach China als Berater beteiligt und fordert für seine Dienste nun ein Honorar von zwei Millionen Euro. Ob er das Geld erhält, hängt von der Frage ab, inwiefern Petralito einen „wesentlichen Beitrag“ zum Transfer geleistet habe, wie Kammervorsitzender Marcus Leckel erklärte.

Wie sehr war Petralito involviert?

Deshalb wurde für den gestrigen Dienstag ein Termin vor dem Landgericht festgelegt, bei dem es zu einer Klärung der Verhältnisse kommen sollte. Die Begründung der Klägerseite, warum er an dem Transfer mitverdienen sollte, reichte jedoch nicht aus, weshalb beide Parteien, also sowohl Petralito als auch der 1. FC Köln, nun vier Wochen Zeit haben, entsprechende Schriftstücke zur Transferabwicklung nachzureichen. Am 19. März soll die 21. Zivilkammer dann ihre Entscheidung verkünden.

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle sagt jedoch, die Rolle Petralitos im Transfer-Hick Hack sei deutlich kleiner, als dieser aussage. So sei die erste Transferanfrage seitens Tianjin für den Franzosen bereits in der Winterpause der Europa-League-Saison eingegangen, lange bevor Petralito in dieser Angelegenheit überhaupt involviert gewesen sei.

Den Transfer gefährdet?

Zudem habe Petralito in China ebenfalls den damaligen BVB-Profi Pierre-Emerick Aubameyang „angeboten“ und so laut Wehrle in Kauf genommen, den Transfer des Franzosen noch einmal ins Wanken zu bringen. Damit habe er gegen Paragraf 654 des Bürgerlichen Gesetzbuches verstoßen, der vorsieht, dass der Anspruch auf einen Lohn entfällt, wenn der Vermittler „dem Inhalt des Vertrags zuwieder“ auch Konkurrenten vermitteln wollte.

Ursprünglich hatte der FC Petralito 500.000 Euro für seine Dienste angeboten, „da hatten wir aber noch keine Kenntnis davon, dass gegen uns agiert wurde“, sagt Wehrle. Der Termin im März soll nun zur endgültigen Klärung führen.

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