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FC hebt Stadionverbote auf

Der 1. FC Köln hebt zahlreiche Stadionverbote gegen seine Fans auf Foto: imago//mika

Der 1. FC Köln hebt zahlreiche Stadionverbote gegen seine Fans auf
Foto: imago//mika

Überraschende Nachricht kurz vor dem ersten Heimspiel: Der 1. FC Köln hebt einen Großteil der Stadionverbote, die nach der Derby-Randale verhängt wurden, wieder auf.

Wenn am Samstag VfL Wolfsburg zu Gast im RheinEnergieStadion sein wird, dürfen auch einige Fans des 1. FC Köln die „Geißböcke“ wieder unterstützen: Wie der FC mitteilte, hebt die Stadionverbots-Kommission auf Empfehlung der AG Fankultur einen Großteil der nach den Vorkommnissen rund um das Spiel bei Borussia Mönchengladbach im Februar ausgesprochenen Stadionverbote wieder auf. „Der 1. FC Köln folgt der Empfehlung der AG Fankultur, nachdem in dem Gremium in den vergangenen Monaten die Vorfälle von Mönchengladbach detailliert, offen und auch kontrovers ausgewertet und diskutiert worden sind. Alle Fangruppen haben sich dazu bekannt, bestimmte Handlungen in den Stadien und auf den Reisewegen, die dem 1. FC Köln Schaden zufügen, zu unterlassen“, so der Verein in einer Pressemitteilung.

Zudem hätten die „Boyz“ aus Sicht der AG glaubwürdige strukturelle Veränderungen vorgenommen, die es erlauben, der Gruppe eine Chance zum Neuanfang zu geben. Zum ersten Heimspiel der Saison gegen den VfL Wolfsburg werden alle Fangruppierungen ins Stadion zurückkehren. Die Entscheidung betreffe vor allem Fans, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe „Boyz“ in den vergangenen Monaten nicht ins RheinEnergieSTADION kommen durften. Die Stadionverbote gegen Personen, bei denen eine Beteiligung an den Vorfällen aus Sicht des Clubs nachgewiesen ist, bleiben in Kraft. So bleiben auch die von Borussia Mönchengladbach als Ausrichter des Spiels verhängten bundesweiten Stadionverbote bestehen.

Beim Derby in Mönchengladbach kam es an Karneval zu Ausschreitungen seitens der Kölner Fans: Pyrotechnik wurde auf den Rasen geworfen, nach Abpfiff stürmten vermummten Anhänger den Platz. Der FC reagierte schnell und bestrafte vor allem die „Boyz“. Der Ultragruppierung wurde der Fanklub-Status entzogen, Gruppenmitglieder erhielten Stadionverbote. Die Fanszene wertete dies als Kollektivstrafe und blieb im Saisonendspurt zu gewissen Teilen dem Stadion fern. Das dürfte nun der Vergangenheit angehören.