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Köln.Sport

FC: Glücklicher Punkt im Derby

Der 1. FC Köln verspielt in einem ereignisreichen Rhein-Derby eine 2:0-Führung und kann am Ende trotzdem mit dem Punkt zufrieden sein. Nach dem 2:2 (1:0) gegen Leverkusen lebt der Traum von Europa mehr denn je.

Lukas Klünter (l.) erzielte das zwischenzeitliche 2:0. Es war sein erstes Bundesligator (Foto: imago/mika)

Peter Stöger folgte im vielleicht wichtigsten Spiel des Jahres dem Motto „never change a winning team“ und bot die selbe Mannschaft auf wie beim furiosen 4:3-Sieg gegen Bremen. Der Kölner Übungsleiter hoffte wie die zahlreichen mitgereisten FC-Fans auf eine ähnliche Anfangsphase seiner Elf wie in der Vorwoche.

Den besseren Start in der BayArena erwischte allerdings die Werkself aus Leverkusen, bei denen wenig von der Nervosität der letzten Wochen zu merken war. Die erste Torchance des Spiels hatte Stefan Kießling in der 8. Minute. Nach einer Aranguiz-Flanke setzte sich der Routinier im Luftduell gegen Neven Subotic durch und zwang FC-Keeper Timo Horn zu einer ersten Glanztat. Dieser hatte auch zwei Minuten später alle Hände voll zu tun, als der Bayer-Stürmer erneut per Kopf aus fünf Metern das Gästetor bedrohte und Horn parierte.

Nach weiteren Möglichkeiten durch Tin Jedvaj (12., 13.) lag der Führungstreffer der Gastgeber spürbar in der Luft – und fiel dann wie aus dem Nichts doch auf der anderen Seite. Nach Hereingabe von Linksverteidiger Dominique Heintz landete die zu kurze Abwehr von Jedvaj vor den Füßen von Milos Jojic, dessen wuchtiger Schuss abgefälscht im Tor einschlug (14.). Es war der erste Torschuss der Kölner gewesen.

Die Leverkusener zeigten sich nach der kalten Dusche zunächst unbeeindruckt und machten dort weiter, wo sie vor dem Gegentor aufgehört hatten. Matthias Lehmann klärte nach Querpass von Kießling mit der Hacke vor dem einschussbereiten Chicharito (26.), zehn Minuten später hatten die Geißböcke bei einer Doppelchance von Kießling, bei der Horn und der Pfosten retteten, Riesenglück.

FC kann Führung nicht über die Zeit bringen

Zum zweiten Spielabschnitt brachte Peter Stöger, der zwar mit der 1:0-Halbzeitführung, sicher aber nicht mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein konnte, Yuya Osako für Simon Zoller. Offensivakzente setzte allerdings zunächst ein Verteidiger der Geißböcke. Nach überragendem Solo, in der Technik und Wille der Rückrundenentdeckung Lukas Klünter zum Ausdruck kamen, stand der 20-Jährige urplötzlich alleine vor Bernd Leno und zeigte bei seinem Abschluss zum 2:0 Stürmerqualitäten (49.).

Wer dachte, das Derby wäre damit entschieden und die Leverkusener würden einbrechen, sah sich allerdings getäuscht. Die Gastgeber bewiesen Moral und belohnten sich für ihren Aufwand. Angeführt vom starken Brandt schlug die Bayer-Elf durch Kießling (60.) und Pohjanpalo (71.) binnen elf Minuten zurück und drückte in der Folge sogar auf den Siegtreffer. Die größte Möglichkeit vergab der eingewechselte Leon Bailey bei seinem Pfostenschuss in der 86. Minute.

So blieb es am Ende bei einem glücklichen Punktsieg für den Effzeh, der 20 Torschüsse weniger abgab als Bayer Leverkusen. Das Unentschieden könnte in der Endabrechnung Gold wert sein. Aktuell rangiert die Mannschaft von Peter Stöger auf dem siebten Rang, der im Falle eines Dortmunder Pokalsieges das Ticket nach Europa bedeuten würde.

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