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FC: Fünf Erkenntnisse zum 17. Spieltag

Mit einem 3:0 gegen Aufsteiger Magdeburg hat der 1. FC Köln eine erfolgreiche Hinrunde abgeschlossen. Unsere fünf Erkenntnisse zur Partie.
Erkenntnisse

Millimeterarbeit: Viel höher hätte Dominick Drexler seinen Kopfball vor dem 2:0 nicht ansetzen dürfen. (Foto: imago/Jan Huebner)

1 So spielt ein Spitzenteam.

Das Spiel gegen Magdeburg kann ein Stück weit als Sinnbild der letzten Liga-Wochen herhalten, denn es war symptomatisch für die Art und Weise, wie der 1. FC Köln mittlerweile seine Spiele gewinnt. Die Dreierkette agiert souverän und abgeklärt, das Mittelfeld findet spielerische Lösungen, die Stürmer machen Alarm und treffen. So auch gestern, wo der sich jedes Spiel aufs Neue einschleichende 15-Minuten-Schlendrian unbestraft blieb und der FC sofort wieder die Kontrolle übernahm. So spielt in Liga Zwei ein echtes Spitzenteam.

2 Drexler: Nicht nur Kunst, auch Kampf.

Dominick Drexler blüht auf – noch mehr, als er es zu Saisonbeginn, wo die Assist-Zahlen bereits stimmten, tat. Doch nicht nur die Tatsache, dass er jetzt auch praktisch jeden Spieltag trifft, lassen ihn noch einmal wervoller werden – gegen Magdeburg zeigte sich, dass sich Kölns Nummer 24 auch für die Drecksarbeit nicht zu schade ist. Nicht falsch verstehen, Defensivarbeit zeigte Drexler schon die vergangenen Wochen – gegen Magdeburg wurde dies jedoch gerade in der kurzen Phase, als die Gäste kurzzeitig besser ins Spiel kamen, extrem deutlich.

3 Das tat weh!

Dem Torinstinkt von Simon Terodde wird in den Geschichtsbüchern der Zweiten Liga sicherlich irgendwann eine Doppelseite gewidmet – mindestens. Dafür tut der gebürtige Bocholter aber auch wirklich alles, und das bis zur letzten Minute. So ziemlich jeder im Stadion hatte gesehen, dass der Heber von Drexler in der Schlussminute wohl auch ohne das Zutun des Kölschen Neuners ins Tor getrudelt wäre, Terodde ging jedoch auf Nummer unglaublich sicher und spitzelte den Ball noch über die Linie. Das bezahlte er mit einem unangenehmen Zusammenprall mit dem linken Torpfosten. Aua! Die Schmerzen wird T-Rod beim Blick auf die Torjägerliste allerdings schnell vergessen.

4 Lalalalalalala, Jhonny Córdoba!

Fast in jeder Woche wird Jhon Córdoba hier eine der fünf Erkenntnisse gewidmet – weil er es sich jede Woche aufs Neue verdient. Nicht bloß durch sein Tor, sondern wegen seinem unbändigen Einsatz, der nun noch mehr auffällt, weil der Kolumbianer mittlerweile auch zuverlässig trifft. Was das mit seinem Selbstbewusstsein macht, ließ sich etwa in der 60. Minute bestaunen, wo er nach sehenswerter Ballan- und -mitnahme mit einem Volleyschuss das Stadion zum Staunen brachte. Das dankten ihm die Fans bei seiner Auswechslung mit Standing Ovations.

5 Herbstmeister nein, Winterkönig ja?

Als der 1. FC Köln das bislang letzte Mal von Liga Zwei in Liga Eins aufgestiegen ist, stand ein gewisser Peter Stöger an der Seitenlinie. Mit seinem Wiener Schmäh prägte er in der Domstadt den Begriff „Winterkönig“ – also nicht nach dem Herbst, sondern vor dem Winter ganz oben in der Tabelle zu stehen. Der FC benötigt dafür am Freitag einen Sieg gegen den VfL Bochum, während Zeitgleich Spitzenreiter HSV in Kiel nicht gewinnen darf. Es wäre das Tüpfelchen auf dem I für eine sehr gute Hinrunde.

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