Köln.Sport

FC: Drei Punkte & Prestige

Am Wochenende steht der 4. Spieltag der Bundesliga an. Für Köln kein Spieltag wie jeder andere, denn zu Gast ist Borussia Mönchengladbach. Auf das Derby freut sich nicht nur der Trainer.
Jhon Cordoba

Volle Konzentration auf das Derby. Wieder mit dabei: Jhon Cordoba. (Foto: imago images / Herbert Bucco)

Die Bilanz der Kölner in der aktuellen Saison ist bisher noch eher durchwachsen: Mit dem Lastminute-Sieg gegen Freiburg konnte ein Fehlstart nach zwei Niederlagen gerade noch so verhindert werden. Was allerdings Mut macht, sind die starken Leistungen, die der FC gezeigt hat. Vor allem gegen den BVB machte die Mannschaft ein starkes Spiel. Daran will Beierlorzer nun auch nach der Länderspielpause anknüpfen.

In Sachen Personalien gibt es gleich zwei erfreuliche Nachrichten. Zum einen kamen alle Nationalspieler gesund von ihren Länderspielreisen zurück, zum anderen kann Beierlorzer auch wieder auf Cordoba zählen. Auf den Stürmer angesprochen, musste der Trainer erstmal schmunzeln:
„Bei Jhon ist es schwierig, langsam einzusteigen. Wir mussten ihn zügeln. Wir haben ihn Montag zum ersten Mal auf den Platz gelassen. Es ist schwierig, ihn langsam einzugliedern. Er legt direkt los. Es ist aber alles gut. Er ist topfit.“

(K) ein Spiel wie jedes andere

Für Beierlorzer ist es das erste kölsche Derby und er ist bereits heiß darauf: „Wir freuen uns auf das Derby. Die ganze Stadt freut sich. Die Fans werden unsere Mannschaft nach vorne peitschen. Das wünsche ich mir auch. Und ich wünsche mir, dass es gewaltfrei bleibt und ein tolles Fußballspiel wird.“ Auch wenn es beim Derby nicht nur um drei Punkte, sondern auch um Prestige geht, ist es für Beierlorzer ein Stück weit auch ein Spiel wie jedes andere: „Wir fokussieren uns auf dieses Spiel, wie auf jedes andere. Wir kennen die Brisanz und wissen, wie wichtig das Spiel für die Fans ist. Aber in der Vorbereitung werden wir nichts anders machen. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und unsere Stärken auf den Platz bringen und nicht im Derby-Wahn Dinge tun, die uns nicht weiterhelfen.“

Flanke, Kopfball, Tor

Unabhängig von der Derby-Atmosphäre sind die Gladbacher ein unangenehmer Gegner. Besonders vorne haben sie mit Plea, Thuram und Embolo eine ungemeine Qualität. Auch Nationalspieler Matthias Ginter scheint rechtzeitig wieder fit zu werden. Ebenso zeigte sich die Rose-Elf in dieser Saison bereits taktisch sehr flexibel. Davon will Beierlorzer sich aber nicht beeindrucken lassen, sondern sich auf die Kölner Stärken besinnen. Mit Modeste, Cordoba und Terodde haben die Kölner nämlich selber einiges an Qualität in der Spitze. Gegen Freiburg bewies sein Team, wie einfach Tore schießen sein kann. Flanke aus dem Halbfeld, Kopfball Modeste, Tor. Wenn es nach dem Trainer geht, kann es so in Zukunft öfter gehen.

Dass die Kölner durchaus in der Lage sind, auch eine Top-Mannschaft zu ärgern, bekamen die Dortmunder über eine lange Zeit am eigenen Leib zu spüren. An die Leistung will der FC anknüpfen und sich diesmal für einen engagierten Auftritt belohnen: „Dortmund war ein höchstintensives Spiel, in dem wir am Ende zwei Gegentore bekommen haben. Gegen Freiburg haben wir aber bei extremer Hitze bewiesen: Wir sind fit. Da waren wir es, die in der Endphase das Tor gemacht haben. Wir müssen gegen Gladbach energisch dagegenhalten und eine ähnliche Mentalität auf den Platz bringen wie gegen Dortmund. Aber am Ende lieber mit einem Ausgang wie gegen Freiburg.“

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