Köln.Sport

FC am Boden

Der 1. FC Köln kommt nicht auf die Beine. Auch im fünften Spiel dieser Bundesliga-Saison gelang es den Domstädtern nicht, den ersten Punkt einzufahren.

Yuya Osako (v.l.) und Konstantin Rausch (v.r.) waren nach Abpfiff tief enttäuscht (Foto: imago/ActionPictures)

Die Hoffnungen auf den ersten „Dreier“ der Saison waren vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt groß, die Enttäuschung nach Abpfiff ebenso. In einem abermals von strittigen Schiedsrichterentscheidungen geprägten Spiel agierten die Domstädter vor dem gegnerischen Kasten zu harmlos und blieben somit bei der 0:1-Niederlage zum vierten Mal in der noch jungen Saison ohne eigenen Treffer.

Dabei hatte Kölns Trainer Peter Stöger auf die 0:5-Niederlage in Dortmund reagiert, und mit vier personellen Wechseln für neue Impulse sorgen wollen: Lukas Klünter, Jorge Meré, Marcel Risse und Jannes Horn (nicht im Kader) wurden durch Frederik Sörensen, Dominic Maroh, Konstantin Rausch und Simon Zoller ersetzt. Doch die neuformierte FC-Elf musste schon früh den ersten Schock verarbeiten.

In der 21. Minute bediente der wie die gesamte Mannschaft verunsichert wirkende Maroh mit einem fatalen Rückpass Frankfurts Gacinovic, der im Strafraum von Timo Horn zu Fall gebracht wurde. Der Kölner Keeper spielte allerdings zuerst klar den Ball und berührte den Frankfurter nur leicht. Trotz aller Strittigkeit griff Video-Schiedsrichter Wolfgang Stark nicht ein, weil er offenbar keine klare Fehlentscheidung von Bundesliga-Debütant Martin Petersen sah. So verwandelte Frankfurts Stürmer Haller letztlich sicher zur Gästeführung (22.).

FC im Pech

Rund zehn Minuten später der nächste Aufreger: Eintracht-Verteidiger Simon Fallette sprang in den Rücken von Leo Bittencourt – Elfmeter für Köln? Nein, sowohl Petersen als auch Stark sahen keine Veranlassung zu reagieren. Während neben dem Platz die Diskussionen um den Schiedsrichter weitergingen, boten Lehmann und Co. auf dem Grün eine ganz schwache Leistung und brachten solide Gäste kaum einmal in Schwierigkeiten. Stöger justierte in der Pause und brachte im zweiten Abschnitt Risse für Zoller auf der Außenbahn.

Doch auch der gebürtige Kölner brachte keinen Schwung. Zwar war den Domstädtern das Bemühen, doch noch den Ausgleich herbeizuführen durchaus anzumerken, letztlich resultierte daraus allerdings meist Hektik und Verkrampfung. In der 79. Minute ergab sich dann aber doch noch der eine Hochkaräter, der die Stimmungslage in Köln hätte grundlegend ändern können: Yuya Osako kam an den Ball, schoss per Volleyabnahme aus bester Lage aber über das Tor. So blieb es beim 0:1 für die Heimmannschaft, die somit weiterhin Tabellenschlusslicht bleibt.

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