Köln.Sport

Es gibt viel zu tun!

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In der heutigen Sitzung des Sportausschusses wurden die mit großer Spannung erwarteten Ergebnisse der Umfrage zur Sportentwicklungsplanung vorgestellt. Das Urteil der Bürger und Vereine fällt gemischt aus.
Sporthalle Köln-Weiden

Speziell bei den Kölner Schulsporthallen wie hier in Köln-Weiden liegt nicht erst seit der Nutzung als Flüchtlingsnotunterkünfte einiges im Argen. Das sehen auch befragten Kölner so (Foto: Köln.Sport / Marc Hammans)

„Es fehlt uns an allen Ecken“, skizzierte Peter Pfeifer vorgestern die Lage des Sports in einem Interview ziemlich düster. Maßlose Übertreibung oder realistische Bestandsaufnahme? Eine Antwort lieferten die heute im Sportausschuss vorgestellten Umfrageergebnisse zur Sportentwicklungsplanung. Darin erhält die Stadt Köln ein mittelmäßiges Zeugnis.

„Wie zufrieden sind Sie mit dem Sportangebot in der Stadt Köln? In ihrem Veedel? Wie ist der Zustand der Sportstätten, in denen Sie Sport treiben? Wie bewerten Sie die Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum?“ Diese und viele weitere Fragen wurden in einer Umfrage den Bürgerinnen und Bürgern Kölns gestellt. Damit wollte die Stadt in Erfahrung bringen, wo der Schuh am meisten drückt und was bereits gut läuft.

Die Umfrage ergab, dass die Einwohner Kölns mit dem Sportangebot in der Stadt grundsätzlich einigermaßen zufrieden sind (Mittelwert 2,45 bei einer Bewertung zw. 1 (sehr gut) und 5 (sehr schlecht)). Der Großteil der Teilnehmer gab an, „eher zufrieden“ oder „teilweise zufrieden“ zu sein.

Nutzung des öffentlichen Raums zentral

Wichtige Erkenntnis: Die Mehrheit der Kölnerinnen und Kölner treibt Sport im öffentlichen Raum (71,2 Prozent). Die Bedeutung von Grünanlagen, beispielsweise zum Joggen oder Radfahren, ist eine zentrale Erkenntnis der Ergebnisse. „Öffentliche Räume regen zum Sport treiben an“, befand Prof. Dr. Kähler, der die Sportentwicklungsplanung mit drei Kollegen geplant und durchgeführt hat.

Dies scheint in der Domstadt gut zu funktionieren, circa 60 Prozent der Teilnehmer an der Online-Umfrage gaben an, dass sie „sehr“ oder „eher zufrieden“ mit den Möglichkeiten, in Parks, auf Grünflächen oder Wegen Sport zu treiben, seien – ein guter Wert. Vor allem in den Stadtteilen Lindenthal, Ehrenfeld und Porz bewerteten die Einwohner die Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum als gut.

Neben den Flächen für den selbstorganisierten Sport, wurden in der Befragung auch die für den Vereins- und Schulsport wichtigen Sportstätten unter die Lupe genommen. Hier schneidet die Stadt deutlich schlechter ab, Mittelwerte von 3,56 (Sportstättensituation der Vereine) und 3,70 (Sportstättensituation der Schulen) bei einer Bewertung von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) sind alles andere als zufriedenstellend.

Zustand der Sportstätten in Köln schlecht

Alarmierend ist vor allem die Tatsache, dass über 40 Prozent der Umfrageteilnehmer angaben, dass die von ihnen genutzte Sportstätte „schwere“ oder „deutliche Mängel“ aufweise und diese Mängel von circa einem Drittel der Aktiven als gesundheitsgefährlich eingestuft werden.

Dass hier dringender Tatbedarf besteht, überrascht, angesichts des seit Jahren bestehenden Sanierungsstaus, allerdings nicht. Handlungsbedarf sehen auch die Stadtbewohner. Ginge es nach ihnen, hätte die Sanierung von Sporthallen bei der Verwendung des Sportetats oberste Priorität.

Auch den Bau weiterer Hallen- und Freibäder sowie deren Sanierung wünschen sich die Kölner laut der Umfrage. Sportdezernentin Dr. Agnes Klein kündigte bereits an, dass vor allem eine Optimierung der Verwaltungsvorgänge angeschoben werden müsse, damit die Mängelbeseitigung schnell umgesetzt werden könne.

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