Köln.Sport

Endspiel gegen den Angstgegner

Mit dem FC Augsburg kommt am Samstag (27.01., 15.30 Uhr) eine der positiven Überraschungen der laufenden Bundesligasaison nach Müngersdorf. In der Vergangenheit gab es für den FC gegen die Fuggerstädter nicht viel zu holen – am Samstag soll sich das in einem weiteren „Endspiel“ ändern.
Ruthenbeck

FC-Trainer Stefan Ruthenbeck gibt sich vor dem Augsburg-Spiel gewohnt kämpferisch. (Foto: imago/Herbert Bucco)

„Guter Trainer“, „Top-Ideen“, „Qualität nach vorne“, „Angstgegner“ – nein, FC-Trainer Stefan Ruthenbeck sprach auf der Spieltags-Pressekonferenz am heutigen Vormittag nicht schon über die Rückkehr von Peter Stöger mit Borussia Dortmund, sondern über den FC Augsburg. Und der Respekt ist begründet: Seit acht Spielen warten die Geißböcke auf einen Sieg gegen die Bayern, zuletzt konnten die Kölner den FCA im Oktober 2011 schlagen. Damals standen noch Mato Jajalo, Christian Eichner und Michael Rensing auf dem Platz, die Torschützen hießen Slawomir Peszko und Lukas Podolski.

„Er benötigt noch ein bisschen Zeit“

Von denen hat Stefan Ruthenbeck am Samstag niemanden mehr zur Verfügung – und ist dennoch optimistisch, die Sieglos-Serie gegen den Achtplatzierten der Liga stoppen zu können. „Abgesehen von Leo und Birk Risa haben wir alle dabei, ich kann richtig schön auswählen“, sagte der Coach, wohl wissend, dass Marcel Risse ebenfalls noch länger ausfällt. Dennoch dürfte er nach zuletzt drei Siegen in Serie wenig Gründe für personelle Wechsel haben.

Auch Neuzugang Vincent Koziello wird wohl weiterhin auf seinen ersten Startelfeinsatz warten müssen. „Er gewöhnt sich langsam an Intensität und Automatismen, benötigt aber noch ein bisschen Zeit. Außerdem haben wir es im Zentrum in den letzten beiden Spielen gut gemacht, wir werden nicht viel auseinanderreißen“, so Ruthenbeck.

Eine Top-Leistung wird vonnöten sein

Zeit für Experimente hat der Coach am Samstag (15:30) ohnehin nicht. Mit dem wiedergenesen Torjäger Alfred Finnbogason und dem seit seinem Wechsel aus Hamburg wie entfesselt aufspielenden Michael Gregoritsch dürfte auf die Kölner Defensive erneut Schwerstarbeit zukommen. Zudem ist der FCA top organisiert, nur vier Teams haben in der laufenden Saison weniger Tore kassiert.

Höchste Zeit also, dass Simon Terodde und Co. den Bann brechen und die nächsten wichtigen Punkte einfahren. Oder um es mit den Worten von Vize-Präsident Toni Schumacher zu sagen: „Hier soll keiner erwarten, dass wir Augsburg mit 4:0 aus dem Stadion schießen. Aber wenn wir so auftreten wie in den letzten drei Spielen, können wir es auch Augsburg schwer machen.“

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