Köln.Sport

Einigen wir uns auf Unentschieden!

Quelle: Imago

Der Tenor in der Fanszene über das gestrige Urteil ist gespalten. Die Gräben zwischen Vorstandskritikern und FC:Reloaded-Gegnern scheint immer tiefer zu werden.

Während sich einige FC-Fans um ihre Daten sorgen, fühlen sich andere an eine Szene von Monty Python erinnert. Köln.Sport zeigt die Reaktionen auf das gestrige Urteil. Das gestrige Urteil im Streitfall zwischen FC:Reloaded und dem 1.FC Köln hat hohe Wellen geschlagen. In sämtlichen Internetforen und in den sozialen Netzwerken diskutieren die Fans wieder mit der bekannten Leidenschaft über die vorstandskritische Faninitiative und ihren Teilerfolg vor dem Kölner Landgericht.

So machen sich viele Fans im Zuge dieser Entscheidung im offiziellen FC-Forum Sorgen um ihre Daten: „Dann werde ich wohl dem Verein nochmal schreiben müssen und mein Recht auf informationelle Selbstbestimmung einfordern. Mal sehen wie das dann beurteilt wird“, postete Nutzerin „petra442000″ auf fc-brett.de

Das Tischtuch scheint nicht nur zwischen FC:Reloaded und dem Präsidium, sondern auch zwischen den Unterstützern der Faninitiative rund um Medienanwalt Stefan Müller-Römer und ihren Gegner deutlich verhärtet zu sein. Einige FC-Anhänger wollen ihre Daten weiterhin nicht in den Händen der Vorstandskritiker sehen – und überlegen gar schon, als Mitglied beim FC auszuscheiden.

Zeitspiel des Vorstands?

Dagegen kommt bei den Kritikern des FC-Präsidenten insbesondere das mutmaßliche Auf-Zeit-Spielen des Vereins schlecht an. „Leider ist die Verzögerungs- und Verleumdungstaktik aufgegangen“, schreibt beispielsweise der User „Veedelbock“ im inoffiziellen Fanforum effzeh-forum.de und schiebt in Richtung derjenigen, die sich um ihre Daten sorgen, hinterher: „Ganz ehrlich, wer mit dieser absehbaren Entscheidung ernsthaft unzufrieden ist, der sollte ganz einfach keinem Verein beitreten!“

Auch das Kompromissangebot des FC sorgte für einigen Unmut bei den vorstandskritischen Anhängern: „Das Geißbockecho ist die Vereinszeitschrift – und die gehört dem Verein und damit den Mitgliedern. Das wäre keiner besonderen Situation geschuldet, nein es wäre ihre verdammte Pflicht gewesen, dies schon längst so anzubieten und durchzuführen“, verschafft sich der Nutzer „Millwall“ auf effzeh-forum.de Luft: „Doch selbst im Gütetermin wurde dies ja noch abgelehnt – mit der Begründung, die Mitglieder könnten denken, das Schreiben käme vom Verein.“

Den (humoristischen) Vogel auf Seiten der Vorstandskritiker schoss allerdings „Tom9811″ ab. Ihn erinnerte das Verhalten des Präsidiums um Wolfgang Overath an die bekannte Kampfszene aus „Monty Pythons Ritter der Kokusnuss“. Dort werden dem Schwarzen Ritter sämtliche Gliedmaßen im Schwertduell abgetrennt, er plädiert aber, völlig kampfunfähig, noch auf ein faires Remis.

„Einigen wir uns auf Unentschieden“ – im Falle FC:Reloaded scheint das in der Fanszene nicht leicht umsetzbar zu sein.

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