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Durchwachsener Saisonstart

Vor der Saison hatten sich die RheinStars ein klares Ziel gesetzt: Der Aufstieg sollte her. Doch aktuell dümpeln die Kölner im unteren Mittelfeld der Tabelle und kämpfen um eine Playoff-Teilnahme.
Spielaction RheinStars

Für Dennis Heinzmann (l.) und Max DiLeo (r.) läuft es diese Saison noch nicht rund (Foto: imago/zink)

Mit großen Zielen starteten die RheinStars Köln in die Spielzeit. Mit Denis Wucherer wurde ein neuer Trainer verpflichtet, dazu lotste Geschäftsführer Stephan Baeck hochkarätige Neuzugänge in die Domstadt. Jesse Morgan (26), Keith Ramsey (29) und Kavin Gilder-Tilbury (23) kamen aus den Staaten, mit Max DiLeo (24) wurde ein neuer Anführer ins Team geholt.

„Der Aufstieg ist das erklärte Ziel. Ich bin nach Köln gekommen, weil ich glaube, dass es eine realistische Chance gibt“, sagte Wucherer angesichts eines ausgeglichenen Kaders. Doch nach sieben Saisonspielen hält Ernüchterung Einzug bei den Domstädtern. Aktuell stehen die RheinStars nicht mal auf einem Playoff-Platz.

Erwartungen können nicht erfüllt werden

Die Kölner rangieren mit vier Niederlagen und drei Siegen auf dem neunten Tabellenplatz und lassen wie letzte Saison Konstanz vermissen. So verlor das Team um Kapitän DiLeo das letzte Spiel mit 53:72 erschreckend deutlich gegen den Tabellenvierzehnten aus Nürnberg. Dies verwundert umso mehr, zeigten die RheinStars zuhause gegen die Karlsruhe Lions (75:57) zwei Wochen zuvor, was in ihnen steckt. Coach Wucherer sieht die Gründe für die Inkonstanz unter anderem in der fehlenden Erfahrung seiner jungen Mannschaft.

Der Gegner sei „da deutlich erwachsener“ aufgetreten, resümierte der ehemalige Nationalspieler nach der Heimniederlage gegen die Crailsheim Merlins am 27. Oktober. Dem Team fehlt es an offensiver Kreativität und an einem Spieler, der eine Partie alleine entscheiden kann. Der dafür geholte Jesse Morgan laboriert an einer Verletzung. „Generell fehlt er uns natürlich. Er ist einer, der ins eins gegen eins geht und vorbeikommt“, so Wucherer.

Schwachpunkt Offensive

Zwar stellen die RheinStars die zweitbeste Defensive der Liga, im eigenen Ballbesitz geht allerdings wenig: Kein ProA-Ligist erzielte so wenig Punkte wie die Domstädter. Vor allem ein effektives Pick-and-Roll fehlt den Kölnern als Grundlage für eine funktionierende Offensive. „Da wo wir im Moment sind, so in der Mitte, da gehören wir aktuell auch hin glaube ich,“ äußerte sich Headcoach Wucherer nach der Niederlage gegen Crailsheim gegenüber basketball.de. Auf ihn und seine Mannschaft kommt noch viel Arbeit zu, soll der Traum vom Aufstieg diese Saison doch noch verwirklicht werden.

In den nächsten acht Tagen bekommen die Kölner drei Chancen, um ihre Bilanz aufzubessern. Die erste davon erhalten sie am Donnerstag in der Lanxess-Arena (9.11., 19:30) gegen die Gladiators aus Trier, bevor es zum Auftakt der Karnevalssession nach Paderborn geht (11.11.). Spätestens nach dem Spiel gegen die Kirchheim Knights hoffen die RheinStars, wieder auf einem Playoff-Platz zu stehen.

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