Köln.Sport

Die Kölner Jungstars in der Einzelanalyse

Gegen Eintracht Frankfurt stand am Mittwoch Abend die jüngste Startelf des 1. FC Kölns seit zwei Jahren auf dem Platz. Mit einem starken Comeback untermauerten die jungen Wilden ihren Wert für die Mannschaft. Köln.Sport analysiert die Jungspunde der Kölner Mannschaft.

Ismail Jakobs war an den letzten beiden Siegen entscheidend beteiligt (Foto: imago images / Jan Huebner)

Die Verjüngung der Geißböcke ist sinnbildlich für den sportlichen Aufschwung. Zwar mussten die Jungstars in der ersten Halbzeit bei den Adlern aus Frankfurt noch Lehrgeld zahlen, zeigten in der zweiten Halbzeit aber ihre Qualität und ihre Moral. Vor allem Ismail Jakobs (20), Sebastiaan Bornauw (20), Noah Katterbach (18) und U17-Weltmeister Jan Thielmann (17) stehen für die Verjüngungskur beim Effzeh. Mit zwei Toren und einem Assist hatte das Quartett einen erheblichen Anteil am starken Comeback der Geißböcke. Die Spieler in der Einzelkritik:

Sebastian Bornauw

Stürmer Goncalo Paciencia von Eintracht Frankfurt sah das komplette Spiel kaum einen Stich gegen den erst 20-Jährigen. Einzig über Standards strahlten die Adler Gefahr aus. Auch seine Passquote von 81 Prozent angekommener Pässe war stark. Er krönte seine Leistung dann in der 72. Minute, Bornauw verlängerte eine Flanke von Florian Kainz zum umjubelten 2:2 ins Tor der Frankfurter. Neben Abwehrchef Rafael Czichos verleiht er der Kölner Hintermannschaft endlich wieder die benötigte Sicherheit, mit zunehmender Erfahrung kann er sich zu einer extrem wichtigen Stütze des 1. FC Kölns entwickeln. Spiel-Note: 1.

Noah Katterbach

Der Linksverteidiger wirkte in der ersten Halbzeit zwar manchmal etwas unsicher und traute sich selten aktiv ins Offensivspiel einzubinden, zeigte aber vor allem in der zweiten Halbzeit eine bärenstarke Leistung. Über seine Seite war kein Durchkommen für die Frankfurter und auch in die Offensive schaltete er sich immer öfter ein. Mit einer gewonnenen Zweikampfquote von 77 Prozent erzielte er einen Top-Wert und auch seine 81 Ballkontakte können nur von Kapitän Jonas Hector getoppt werden. Starkes Spiel vom erst 18-Jährigen. Spiel-Note: 2.

Jan Thielmann

Sein Startelf-Einsatz im Rheinderby gegen Bayer 04 Leverkusen war die große Überraschung. Er machte seine Sache gut und durfte auch gegen die Frankfurter wieder von Beginn an ran. Zwar tauchte er in manchen Spielabschnitten ab, zeigte aber auch immer wieder seine Qualität. Der gebürtige Föhrener bereitete das wichtige 1:2 von Jonas Hector vor und leitete damit das Comeback der Kölner ein. In seinem zweiten Bundesligaspiel merkte man dem mit 17 Jahren jüngstem Spieler des Effzeh zwar noch die fehlende Erfahrung an, aber mit zunehmender Spielpraxis kann und wird er sich an die Geschwindigkeit und Qualität in der Bundesliga gewöhnen. In Zukunft kann der Jugendnationalspieler ein wichtiger Schlüsselspieler in der Domstadt werden. Spiel-Note: 3.

Ismail Jakobs

Wirkte der Linksaußen ähnlich wie sein Hintermann Noah Katterbach in der ersten Halbzeit noch etwas gehemmt, zeigte auch er in der zweiten Halbzeit eine starke Leistungssteigerung. Mit einer überragenden Laufleistung von 11,68km kämpfte und ackerte sich der 20-Jährige in die Partie. Auch wenn nicht alles klappte, ein bemerkenswerter Kampfgeist des gebürtigen Kölners. Nach einem Kölner Konter in der Nachspielzeit krönte er seine Leistungssteigerung mit einem satten Schuss zum 4:2-Sieg der Geißböcke und sicherte dem Club damit einen Nicht-Abstiegsplatz vor dem letzten Hinrundenspiel gegen die punktgleichen Bremer. Spiel-Note: 2,5.

Von Tim Schoster

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