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„Der Trainerwechsel ist unsere letzte Patrone“

Der akut abstiegsbedrohte FC Fortuna Köln hat sich von Trainer Tomasz Kaczmarek getrennt. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.
Oliver Zapel

Oliver Zapel wird zukünftig das Team von Fortuna Köln trainieren (Quelle: FB/Fortuna Köln)

Fortuna Köln und Trainer Tomasz Kaczmarek gehen künftig getrennte Wege. Diese Entscheidung teilte Michael W. Schwetje, Geschäftsführer der Fortuna Köln Spielbetriebsgesellschaft mbH, dem Ende Oktober verpflichteten Trainer in einem persönlichen Gespräch mit. Letztlich ausschlaggebend war das 1:1 im Heimspiel gegen Unterhaching – zu wenig, für den akut abstiegsgefährdeten Drittligisten.

„Die Mannschaft hat gegen Unterhaching eine enttäuschende Vorstellung gezeigt, sodass der Trainerwechsel als Impuls von außen leider unvermeidlich geworden ist, um für den Klassenerhalt noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren“, begründet Michael W. Schwetje die Trennung von Kaczmarek.

Der 34-Jährige hatte erst in der laufenden Saison Uwe Koschinat beerbt, unter seiner Leitung holte der Südstadt-Club nur 21 Punkte aus 21 Spielen. Aktuell warten die Fortunen seit sieben Ligaspielen auf einen Sieg und stehen auf dem bedrohlichen 18. Tabellenplatz ab.

Zapel übernimmt

Einen Nachfolger präsentierte Schwetje umgehend. Oliver Zapel wird zukünftig das Team von Fortuna Köln trainieren. Der 51-Jährige wird bereits heute Abend im Halbfinale des Bitburger-Pokals beim FC Wegberg-Beeck (Anpfiff 19.30 Uhr im Waldstadion Beeck) als Chef-Coach auf der Trainerbank des Drittligisten Platz nehmen.

Der neue Trainer der Südstädter ist in der 3. Liga kein Unbekannter. In der Saison 2016/2017 ließ er die SG Sonnenhof Großaspach sogar vom Aufstieg träumen und erreichte mit dem Team schließlich einen respektablen zehnten Rang. Als Nachfolger von Florian Kohfeldt war Zapel zuletzt in der Saison 2017/2018 bei Werder Bremen II aktiv.

„Unser oberstes Ziel ist der Klassenerhalt“, stellt Michael W. Schwetje klar. „Ich bin mir sicher, dass Oliver Zapel die richtige Wahl für diese Mission ist. Er bringt neben seiner Erfahrung die nötige Persönlichkeit mit, um das Ruder rumzureißen.“

Finale gegen Ex-Club

Schwetje ist optimistisch, dass der Klassenerhalt gelingt. Durch den Trainerwechsel erhofft er sich neue Energien. „Der Trainerwechsel ist unsere letzte Patrone“, so der Geschäftsführer. Aussichtslos ist das Unterfangen sicher nicht: Im engen Abstiegskampf, die Fortuna ist punktgleich mit der SG Sonnenhof Großaspach (16.), kann jeder Punkt die Rettung bedeuten.

Gut möglich, dass ausgerechnet das Duell am letzten Spieltag entscheidend wird. Dann nämlich trifft die Fortuna – wie könnte es auch anders sein – im Südstadion ausgerechnet auf das Ex-Team von Coach Oliver Zapel.

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