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Der Schweiß liefert den Befund

Seit vier Jahrzehnten behandelt Steffen Barth Patienten mit verschiedenen Leiden. Dabei kombiniert der mehrfach ausgezeichnete Physiotherapeut, der viele Therapiekonzepte selbst entwickelt hat, altes Wissen mit moderner Technik und setzt auf biologische Heilung. Seine neueste Entdeckung ist die Schweißdiagnostik.
Steffen Barth

Die Schweißdiagnostik funktioniert bei stumpfen Verletzungen aller Art (Fotos: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services, Der Westen)

Er ist lebenswichtig und dennoch für viele Menschen ein eher unangenehmes Produkt des menschlichen Körpers, das mit Deosprays oder Anti-Transpiranten bekämpft wird. Für Steffen Barth hingegen ist Schweiß ein elementarer Bestandteil bei der Diagnose von Verletzungen. Der Physiotherapeut macht sich die zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen auf der Haut zunutze und hat mithilfe eines selbst entwickelten Spezialpflasters, dem Sanotape, ein völlig neues Prinzip der Diagnostik entwickelt.

Das Pflaster ist mit einer hauchdünnen, reflektierenden Spezialfolie beschichtet und fungiert als Elektrode, die mit dem Körper einen elektrochemischen Prozess eingeht. Dadurch kommt es auf der Haut zu einem Kondensatoreffekt, das Sanotape ermöglicht letztlich punktgenaue Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Schweißes.

Indikator Schweiß

„Wir vermuten, dass jede Verletzung eine andere Schweißzusammensetzung hat“, berichtet Steffen Barth, der Erfinder der Schweißdiagnostik. Schweiß aus verletztem Gewebe weist eine erhöhte Konzentration von Ionen auf, mithilfe des Sanotapes, dessen Beschichtung sich genau an diesen Stellen verfärbt, kann das betroffene Gewebe detailliert beschrieben werden. „Der Schweiß ist durch veränderte Ionen aggressiver und so können wir lokalisieren, wo die Störung vorliegt“, so Barth.

Ist das krankhaft entzündete Gewebe genau bestimmt, kann gezielt behandelt werden. Erste therapeutische Wirkungen übernimmt das Sanotape selbst. Neben seinem diagnostischen Potenzial wirkt das Spezialpflaster Schwellungen entgegen, ist schmerzlindernd und erhöht den Stoffwechsel, wodurch die körpereigenen Selbstheilungskräfte potenziert werden.

Steffen Barth und Andreas Sander

Steffen Barth (l.) machte Skiass Andreas Sander nach einer Schulterverletzung ohne OP wieder fit Die Schweißdiagnostik funktioniert bei stumpfen Verletzungen aller Art (Fotos: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services, Der Westen)

Diagnose & Therapie

Die Vorteile von Steffen Barths innovativer Diagnostik-Methode sind vielseitig. Das Sanotape kann bei stumpfen Verletzungen an jeder Stelle auf der Haut eingesetzt werden, da der Mensch am ganzen Körper schwitzt. „Das Sanotape ermöglicht nicht nur die Diagnostik, es stellt gleichzeitig ein kontrolliertes Therapieverfahren dar und besitzt funktionelle Therapieeigenschaften“, nennt der international renommierte Physiotherapeut die Vorzüge des Spezialpflasters. Wichtig ist ihm vor allem, bei seinem ganzheitlichen Behandlungsansatz ohne Spritzen oder Medikamente auszukommen und Operationen zu vermeiden.

„Heutzutage wird oft viel zu früh operiert. Dabei sind diese OPs häufig überhaupt nicht angezeigt“, so der Experte, dessen Erfolge zeigen, dass die Anpassung auch ohne invasive Eingriffe möglich ist. Die mit der Schweißdiagnostik beginnende Therapie beinhaltet bei ihm immer verschiedene Behandlungsmethoden. „Wir erzielen unsere Erfolge in der Kombinationsbehandlung“, ist der erfinderische Physiotherapeut davon überzeugt, dass eine einseitige Therapie wenig erfolgversprechend ist. „Wir wollen ja nicht nur die Symptome bekämpfen, sondern die Ursache“, erklärt er.

Dazu nutzt Steffen Barth in seinem Hauptsitz PHYSIOMED Hagen moderne Technik wie Laser oder kaltes Plasma und eigene Therapiekonzepte. Das Fundament seiner Behandlung bildet jedoch SB-01-Konzept© mit dem dazugehörigen Sanotape und nicht zuletzt ein rein biologisches Produkt: der Schweiß des menschlichen Körpers.

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