Köln.Sport

Der letzte große Auftritt

Beim DFB-Länderspiel am Mittwochabend gegen England endet eine Ära: Lukas Podolski führt die deutsche Nationalmannschaft bei seinem letzten Länderspiel als Kapitän auf das Feld.
Daumen hoch: Poldi bedankt sich bei den deutschen Fans

Poldi sagt Tschüss: Nach 13 Jahren Nationalmannschaft beendet der kölsche Jung seine Karriere im DFB-Trikot (Foto: imago/ Ulmer / Teamfoto)

Er war der letzte noch aktive Nationalspieler, der beim legendären „Sommermärchen 2006“ mitwirkte, einer der beliebtesten und bekanntesten Fußballer dieser Zeit, ein kölsches Idol: Lukas Podolski bestreitet am Mittwochabend (22. März, 20:45) beim Freundschaftsspiel gegen England sein letztes Spiel für die deutsche Nationalmannschaft. Damit geht die Ära zu Ende, die die Fußballnation Deutschland nach dem Debakel bei der EM 2004 vom damaligen Rumpel-Fußball befreite und die Massen zwei Jahre später bei der WM im eigenen Land in seinen Bann zog.

Nach Philipp Lahm, Per Mertesacker oder Bastian Schweinsteiger ist es nun also „Prinz Poldi“, der als letzter dieser Generation abtritt. Nach dann 130 Länderspielen und bisher 48 Toren. Damit ist er sowohl der drittbeste Torjäger in der Geschichte der deutschen Nationalelf, als auch der Spieler, mit den drittmeisten Einsätzen in der DFB-Elf. Sein erstes Länderspiel bestritt Podolski im Juni 2004, als Deutschland während der Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Portugal unter Rudi Völler mit 0:2 gegen Ungarn verlor. Alleine dieses Ergebnis sagt viel über den damaligen Zustand der deutschen Nationalmannschaft aus.

Doch mit und auch dank Poldi kam eine neue Generation deutscher Fußballer hervor, die die Zuschauer mit ihrer Spielfreude, Lockerheit und Unbekümmertheit begeisterte. Lukas Podolski hing immer an seiner Stadt Köln, vor allem aber an seinem FC. In 181 Spielen im Geißbock-Trikot erzielte der in Gleiwitz geborene Stürmer 86 Tore. Darüber hinaus schnürte er im Laufe seiner Karriere die Schuhe für den FC Bayern München, den FC Arsenal London, Inter Mailand, Galatasaray Istanbul und ab Sommer für den japanischen Erstligisten Vissel Kobe.

Krönung am Zuckerhut

Sein größter Erfolg war jedoch der Weltmeistertitel im Jahre 2014 in Brasilien. Auch wenn er selbst nur zu zwei Kurzeinsätzen in der Gruppenphase kam, hatte Poldi einen immensen Wert innerhalb der Mannschaft. Unvergessen bleibt das Elfmeterschießen mit seinem Sohn nach dem gewonnen WM-Finale. Lukas Podolski blieb sich in seiner Karriere immer treu, war immer authentisch. Seine Sprüche und Interviews werden wahrscheinlich auch noch nachfolgende Generationen begeistern. Mit seinem Abschiedsspiel geht eine Ära zu Ende, eine Ära, die er selbst prägend mitgestaltet hat.

Wer sich von diesem emotionalen Abend ein besonderes Sammlerstück sichern möchte, sollte mal bei unitedcharity.de vorbeischauen: Dort wird nämlich unter anderem das Trikot, das Poldi bei seinem Abschiedsspiel gegen England tragen wird, mit der Signatur des kölschen Idols versteigert. Auch ein handsigniertes Trikot im Design der Euro 2016 wird dort für einen guten Zweck versteigert.

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