Köln.Sport

Dämpfer für die Viktoria

Vor gut 3100 Fans mussten sich Viktoria Köln am Mittwoch Abend im Sportpark Höhenberg zum ersten mal geschlagen geben. Der Hallesche FC gewann mit 2:0.
Kevin Holzweiler

Der stark spielende Kevin Holzweiler konnte die Niederlage auch nicht verhindern. (Bild: imago images/foto2press)

Viel kann man den Höhenbergern nicht vorwerfen: Der Drittligist präsentierte sich im Duell mit dem Halleschen FC wie zuletzt kämpferisch und spielte sich viele Chancen raus. Am Ende jedoch nützte der große Aufwand wenig, nach 90 Minuten verließ die Dotchev-Elf den Platz zum ersten mal in dieser Saison als Verlierer.

Eiseler unüberwindbar

Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste in der 18. Minute: Florian Hansch zog mit einem Rechtsschuss aus 14 Metern ab, sein Versuch ging jedoch über den Kasten von Viktoria-Keeper Mesenhöler. Vier Minuten später die erste nennenswerte Aktion von Viktoria: Kevin Holzweiler setzte seinen Teamkollegen Albert Bunjaku rechts am Fünfmeterraum schön in Szene, aber Halles Keeper Kai Eisele wehrte den Ball zur Ecke ab.

Der anschließende Eckball fand Dominik Lanius, doch sein Kopfball verfehlte das Gehäuse der Hallenser knapp. In der 31. Minute spielte der quirlige Holzweiler wieder Bunjaku im Strafraum frei. Dem Stürmer der Rechtsrheinischen lag der Führungstreffer auf dem Fuß, doch er scheiterte mit einem Rechtsschuss erneut am starken HFC-Keeper. Da auch Mike Wunderlich mit einem Schuß aus 14 Meter den Keeper der Gäste nicht überwinden konnte, ging es mit 0:0 in die Halbzeitpause.

Chancen im Minutentakt

Den bitteren Dämpfer gab es dann prompt in der 53. Minute. Sebastian Mai sorgte nach einem Eckstoß per Kopfball ins untere linke Eck für die 1:0-Führung der Gäste. Die Viktorianer zeigten sich jedoch unbeeindruckt und spielten weiter frei auf. Nur vier Minuten später kam Lanius zu einer Kopfballchance: Der Ball geht knapp am Tor vorbei. Die Höhenberger drängten auf den Ausgleich. In der 63. Minute hatte Kai Klefisch nach Wunderlich-Ecke mit dem Kopf die Chance zum Ausgleich.

Nur 60 Sekunden später war es Tobias Willers, der nach einem Eckball an Eisele scheiterte. Halle setzte derweil auf Konter, um die Vorentscheidung herbeizuführen. In der 72. Minute setzte Trainer Pavel Dotchev dann alles auf eine Karte. Er wechselte Suheyel Najar (für Klefisch) und Sven Kreyer (für Handle) ein, um die Offensive zu verstärken. Jetzt waren die teils aufgerückten Kölner hinten jedoch ziemlich offen. Die Hallenser nutzten die Lücken in der Hintermannschaft der Viktoria und sorgten in der 76. Minute mit Pascal Sohm für den 2:0 Endstand.

Mike Wunderlich äußerte sich kurz nach Abpfiff enttäuscht: „Halle hat das dann clever gemacht und im Stile einer Spitzenmannschaft runtergespielt. Wir haben in der zweiten Halbzeit viel Leergeld bezahlt.“ Für die Viktoria geht es am Samstag (14 Uhr) mit dem Gastspiel bei Mitaufsteiger Bayern II weiter.

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