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Cordoba rettet Testspiel-Punkt

Einige Spieler sollten sich zeigen beim Testspiel des 1. FC Köln gegen Wehen Wiesbaden am Donnerstagabend. So wirklich empfehlen konnte sich beim glücklichen 1:1 allerdings niemand.
Córdoba

Für Jhon Córdoba verlief das Testspiel bei Wehen Wiesbaden durchaus erfolgreich. (Foto: imago/Marcel Lorenz)

Mit Ausnahme von Jannes Horn und Lasse Sobiech hatte Markus Anfang im Vergleich zum Ligaspiel seine Anfangsformation auf neun Positionen verändert, das zuletzt auf der Tribüne gesichtete Trio Lehmann/Sörensen/Zoller begann ebenso wie Matthias Bader, der nach überstandener Muskelverletzung wieder ins Team drängt, auch der aktuell von Simon Terodde verdrängte Jhon Córdoba stand in der Startelf. Eine Chance also, gegen den ambitionierten Drittligisten zu zeigen, dass man nicht nur in Testspielen 90 Minuten auf dem Platz stehen möchte.

Die Partie begann jedoch schleppend, beim FC ging nach vorne nicht viel und hinten wackelte die Defensive ein ums andere Mal bendenklich. Folglich war es keine Überraschung, dass René Guder die Hausherren nach 29 Minuten schließlich mit 1:0 in Führung brachte. Frederik Sörensen hatte in dieser Situation nicht gut ausgesehen. Man hätte sogar noch höher in Rückstand geraten können, die Wiesbadener scheiterten jedoch in Person von Kyere am Aluminium.

Córdoba holt sich Erfolgserlebnis

Auch in der Folge wurde es nicht zwingend besser, im Spiel nach vorne fehlten die Überraschungsmomente, obwohl mit Vincent Koziello beispielsweise durchaus Personal auf dem Platz stand, das zu solchen Momenten fähig ist. Erst mit der Einwechslung von Serhou Guirassy eine gute halbe Stunde vor Schluss wurde es besser, der Franzose sorgte mit einem Freist0ß an die Latte in der 69. Minute gar für die erste, richtige Chance des Effzeh.

Lediglich ein Spieler dürfte sich eine Portion Selbstvertrauen geholt haben: Jhon Córdoba nahm fünf Minuten vor Schluss eine Halbfeld-Flanke des eingewechselten, ebenfalls wiedergenesenen Benno Schmitz klasse mit der Brust an und versenkte den Ball mit einem schönen Volley im Netz. Die Wichtigkeit des Tores für ihn war an seinem Jubel sofort zu erkennen, er hielt auf dem Rasen einen Moment inne und bedankte sich dann mit einem Fingerzeig nach oben. Das Tor wird ihm guttun, wenngleich momentan natürlich kein Vorbeikommen an Terodde möglich ist.

Trainingsfreies Wochenende

Die Chance, sich nachhaltig für Zweitliga-Aufgaben zu empfehlen, konnte schlussendlich kein Spieler wirklich nutzen. Und auch wenn Markus Anfang seit Saisonbeginn betont, es gäbe keine zweite Reihe, ist doch offensichtlich geworden, dass aktuell schon kleinere Qualitätsunterschiede zwischen der A- und der B-Elf herrschen. Jetzt haben die Profis erst einmal ein trainingsfreies Wochenende. Und danach geht der Kampf um die Kaderplätze wieder von vorne los.

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