Köln.Sport

Chance verpasst

In der 2. Basketball-Bundesliga ProA haben die Rheinstars im Kampf um die Playoff-Platzierung am Mittwoch einen Rückschlag erlitten. Gegen den direkten Konkurrenten MLP Academics Heidelberg unterlagen die Kölner knapp mit 68:70.
Rheinstars Academics

Für Besnik Bekteshi (#7) und die Rheinstars waren die MLP Academics Heidelberg am Mittwoch eine Nummer zu groß. (Foto: imago/Beautiful Sports)

Die Wichtigkeit der Partie zwischen den Rheinstars und den MLP Academics aus Heidelberg wurde bereits beim Blick auf die Zuschauerränge deutlich. 1838 Zuschauer waren in die Lanxess-Arena gekommen, Saisonbestmarke für ein Spiel unter der Woche. Geholfen hat es leider nichts – durch die Niederlage gegen Ludwigsburg sind die Kölner im Rennen um die Playoffs sogar einen Platz abgestürzt.

Enges Spiel ab dem Tip-Off

Und gleich vom Start an wurde deutlich, welchen Stellenwert die Partie zehn Spieltage vor Ende der diesjährigen Hauptrunde hat. So entwickelte sich eine enge Partie, das erste Viertel ging mit 19:21 an die Gäste, das zweite mit 21:18 an die Kölner. Kein Team ging über die Partie hinweg mit mehr als sechs Zählern in Führung, die insgesamt 16 mal wechselte. So wurde den Zuschauern in Deutz zwar bis zum Schluss kein Offensiv-Feuerwerk geboten, Spannung ließ das Duell der beiden Playoff-Aspiranten jedoch in keiner Phase des Spiels vermissen.

Dabei hatten die Kölner durchaus die Chance, ihre Führung während des Spiels auszubauen, doch beim Stande von 63:60 vergaben sie im dritten Viertel fast symbolisch drei freie Korbleger und brachten den Gast wieder ran. Gut möglich, dass diese Punkte bei solch einem engen Spiel vielleicht zu einem anderen Spielausgang gereicht hätten.

Playoff-Rennen gewinnt an Intensität

Durch ihre gute Defense hielten sich die Rheinstars bis in die Schlusssekunden im Spiel, wo jedoch die Academics die sich ihnen bietenden Chancen cleverer nutzten und kurz vor Schluss durch zwei verwandelte Freiwürfe für die Vorentscheidung sorgten. „Die Mannschaften von Denis (Wucherer, d. Red.) werden immer in der zweiten Saisonhälfte stärker. Die RheinStars sicher auch, aber wir haben die Kölner heute zum Glück an einem ihrer schwächeren Tage erwischt“, sagte MLP-Coach Frenki Ignatovic nach dem Spiel.

Kölns Coach Wucherer selbst zeigte sich enttäuscht. „Wir hatten eine große Chance heute, uns mit einem Sieg von Heidelberg in der Tabelle abzusetzen. Aber am Ende hatten wir ein paar individuelle Fehler zu viel gemacht. Hier dumme Fouls bei Dreierwürfen, da einen leichten Korbleger liegen gelassen. Dann verlierst du halt so ein Spiel“, analysierte er so trocken wie treffend. Doch lange den Kopf hängen lassen ist keine Option, für die Rheinstars geht der Platzierungskampf in den Playoff-Rängen nun erst richtig los. Am kommenden Montag erwarten die Domstädter mit den Hebeisen Hanau White Wings den nächsten Playoff-Contender in der Lanxess-Arena.

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld Köln 43% (24/56), Heidelberg 46% (24/52), Rebounds 31:37, Assists 23:11, Steals 10:6, Turnover 14:17, Effektivität 82:72.

RheinStars: Kavin Gilder-Tilbury (11/1 Dreier), Besnik Bekteshi (6/2), Keith Ramsey (11), Matt Vest (11/1), Lukas Wank (4), Jesse Morgan (14/1), Max diLeo, Dennis Heinzmann (7), Alex Foster, Bene van Laack, Ante Gospic (4). Ohne Spielzeit: Leon Baeck.

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