Köln.Sport

An die Zukunft denken

Sind Sport und Ausbildung oder Studium für junge Spitzensportler vereinbar? Wie geht es weiter, wenn die Karriere zu Ende ist? Der Sportstadt Köln e.V. veranstaltet zu diesem Thema einen Workshop im Apostelgymnasium.
Workshop APG

Im Kölner Apostelgymnasium fand das Berufsorientierungsseminar für junge Spitzensportler statt (Foto: Sportstadt Köln e.V.)

Nachwuchsathleten bleibt meist wegen ihrer Doppelbelastung im Sport und in der Schule kaum Zeit für Praktika oder andere Aktivitäten zur beruflichen Orientierung. Darüber hinaus stellt sich bei ihnen perspektivisch die Frage der Vereinbarkeit von Sport und Ausbildung oder Studium im Anschluss an die Schulzeit. Da außerdem aus vielerlei Gründen ein plötzliches Ende der sportlichen Karriere eintreten könnte, ist es sehr wichtig, an die Zukunft zu denken und Verantwortung für den Prozess der Berufsfindung zu übernehmen. Aus diesem Grund lud Sportstadt Köln e.V. am gestrigen Montag zum zweiten Einstieg Athletenworkshop im Kölner Apostelngymnasium ein.

„Höchstengagierte Jugendliche“

20 jugendliche Athletinnen und Athleten sowie das ein oder andere Elternteil nahmen am kostenlosen Angebot teil, die meisten davon Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Chorweiler. Durch das Engagement der RheinEnergie Stiftung und des Sportstadt Köln e.V. konnte die Finanzierung der gesamten Veranstaltung sichergestellt werden. Durchgeführt wurde der Abend von der Einstieg GmbH, dessen Vertreter Denis Buss ein positives Fazit der Veranstaltung zieht: „Wir konnten mit vielen höchstengagierten Jugendlichen an ihren Schlüsselqualifikationen arbeiten – toll, dass sich die Jungs und Mädels nach Schule und Sport abends noch freiwillig mit ihrer Zukunft beschäftigen.“

Durch die Anwesenheit unterschiedlicher Institutionen (Sportstadt Köln e.V., IHK Köln, HWK Köln, Laufbahnberater des Olympiastützpunkts Rheinland) konnten im Anschluss auch zahlreiche Fragen der Sportler/innen zu schulischen, beruflichen und sportübergreifenden Themen beantwortet werden. Andreas Kossiski, Vorsitzender des Sportstadt Köln e.V., begrüßte die NachwuchssportlerInnen und machte deutlich wie wichtig eine berufliche Perspektive neben dem Leistungssport ist. „Wir wollen den Sportler/innen mit unseren Workshops einen Impuls geben, einen Plan B zu entwickeln. Ich wünsche mir dass sich auch die Wirtschaft flexibel zeigt und den Sportlern in dieser Hinsicht entgegen kommt. Beide Seiten können voneinander profitieren!“

Weiterer Workshop geplant

Einen besonderen Dank sprach er an die RheinEnergie Stiftung und die Sparkasse KölnBonn für deren Unterstützung aus. Für Ares Avgerinos hat sich der Abend auf jeden Fall gelohnt. Der Jugendnationalspieler der Kölner Haie konzentriert sich nach bestandenem Abitur auf die sportliche Karriere. „Ehrlich gesagt hat mich meine Mutter dazu überredet hier her zu kommen. Aber es war sehr gut, ich habe direktes Feedback bekommen und es hat Spaß gemacht.“ Anders als Ares hat Jonas schon eine konkrete berufliche Vorstellung. Der 17 jährige Judoka trainiert am Olympiastützpunkt Rheinland und will nach dem Schulabschluss zur Landespolizei. „Austausch ist immer gut, man muss sich andere Möglichkeiten offen halten. Hier trifft man Sportler aus anderen Bereichen, das ist spannend, weil es Allen ähnlich geht“, finden Jonas und seine Mitschülerin Fabienne.

Dieses Jahr soll ein weiterer Workshop stattfinden, der sich inhaltlich an den vorherigen anfügt. Ein genauer Termin wird bald bekannt gegeben. Bis dahin haben die jungen SportlerInnen die Möglichkeit sich an die Laufbahnberater und Ansprechpartner zu wenden. Denn bei den Workshops soll nicht nur an den eigenen Softskills gearbeitet werden, es soll auch ein persönliches Netzwerk aufgebaut werden.

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